Aktuelles - Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln https://www.wiso.uni-koeln.de/ Aktuelle Hinweise und Nachrichten aus der Forschung und Lehre der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln de-de WiSo-Fakultät Fri, 23 Aug 2019 00:22:43 +0200 Fri, 23 Aug 2019 00:22:43 +0200 TYPO3 EXT:news news-17731 Tue, 20 Aug 2019 12:16:42 +0200 Wussten Sie schon, dass ein Auslandsstudium nicht automatisch zu einem besseren Job führt? https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/wussten-sie-schon-dass-ein-auslandsstudium-nicht-automatisch-zu-einem-besseren-job-fuehrt-1/ Neue Studie von Prof. Dr. Marita Jacob und Dr. Michael Kühhirt Wussten Sie schon, dass ein Auslandsstudium nicht automatisch zu einem besseren Job führt?

Studieren im Ausland ist in Europa weit verbreitet. Die Studierenden erwarten, dass ein Auslandsstudium ihre Fremdsprachenkenntnisse und interkulturellen Kenntnisse verbessert und zur persönlichen und akademische Weiterentwicklung beiträgt. Überraschenderweise ist der empirische Nachweis, ob und inwieweit internationale Erfahrungen damit zu besseren Jobs mit höherem Einkommen oder höherem beruflichen Status führen, nicht eindeutig.
Die ISS-Forscher*innen Marita Jacob und Michael Kühhirt untersuchten in einer gerade veröffentlichten Studie zusammen mit Margarida Rodrigues (Universidade Autónoma de Lisboa) die Berufskarrieren von Hochschulabsolvent*innen aus 13 europäischen Ländern fünf Jahre nach dem Studienabschluss. Die Autor*innen verglichen dabei die Jobs derjenigen, die im Ausland studiert haben, mit denjenigen, die nicht im Ausland waren. Die Ergebnisse der Untersuchung weisen auf große Länderunterschiede in den Auswirkungen eines Auslandsstudiums hin. Diese zeigten sich sowohl in Bezug auf Löhne als auch bezüglich des Erreichens einer hohen beruflichen Position: In einigen Ländern führt ein Studium im Ausland tatsächlich zu besseren Jobs, in anderen Ländern jedoch nicht und das Auslandsstudium hat dort keinerlei positive Auswirkung. Generell ist die Arbeitsmarktrendite von internationalen Erfahrungen in Ost- und Südeuropa – also in Ländern mit geringerer Qualität des Hochschulsystems, hoher Arbeitslosigkeit von Absolvent*innen und relativ wenigen Studierenden mit Auslandserfahrungen – am größten. In Ländern mit hoher Hochschulqualität und geringem Wettbewerb unter Absolventen führen internationale Erfahrungen dagegen zu keinen vorteilhafteren Jobs. Entgegen der weitläufigen Meinung verbessert somit ein Auslandsstudium die Beschäftigungschancen nur unter bestimmten Umständen.

• Alle Beiträge aus der Reihe "Wussten Sie schon, dass...?" finden Sie auf der Seite des Instituts für Soziologie und Sozialpsychologie (ISS)

 

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news-17729 Tue, 20 Aug 2019 11:37:01 +0200 „Shanghai-Ranking“ 2019 https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/shanghai-ranking-2019/ Universität zu Köln verbessert sich im aktuellen Ranking Die Universität zu Köln hat im diesjährigen Academic Ranking of World Universities („Shanghai-Ranking“) erneut Top-Positionen erzielt.

Das Shanghai-Ranking ist ein weltweites Hochschulranking, welches sechs Indikatoren benutzt - darunter die Zahl der Absolvent*innen und Mitarbeiter*innen, die Nobelpreise und und Fields-Medaillen gewonnen haben, die Anzahl der häufig zitierten Forscher*innen, die Anzahl der Artikel in Fachzeitschriften und der veröffentlichten Artikel in ausgewählten Science Citation Datenbanken. Mehr als 1200 Universitäten werden jährlich von der ausrichtenden ARWU Consultancy bewertet. Die veröffentichte Rankingliste umfasst die besten 500 Universitäten des Jahres.

Der Fachbereich Soziologie mit dem Institut für Soziologie und Sozialpsychologie der WiSo-Fakultät (ISS) ist nach wie vor Spitzenreiter auf Platz 1 in Deutschland und konnte sein internationales Ranking von Platz 76 -100 auf Platz 51-75 verbessern.

Darüber hinaus hat sich der Fachbereichs Economics im Ranking nocheinmal verbessert: Im Vorjahr belegte der Fachbereich Platz 4. In diesem Jahr liegt die Universität zu Köln auf Platz 3 des nationalen Rankings sowie auf Platz 76-100 im internationalen Vergleich.

Im Fachbereich Management belegt die Universität zu Köln Platz 3 im nationalen Ranking sowie Platz 151-200 im internationalen Ranking. Der Fachbereich Finance belegt im nationalen Ranking Platz 4 und im internationalen Ranking 151-200. Im Bereich Business Administration belegt die Universität zu Köln national Platz 4 und erreicht international Platz 151-200.

Auf der Seite der ShanghaiRanking Consultancy finden Sie die komplette Rankingübersicht.

 

 

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news-17724 Mon, 19 Aug 2019 14:12:57 +0200 2018 Emerald/EFMD Outstanding Doctoral Research Awards https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/2018-emeraldefmd-outstanding-doctoral-research-awards/ Herzlichen Glückwunsch Martin P. Fritze Der renommierte Wirtschaftsverlag Emerald und die European Foundation for Management Development (EFMD) haben Martin P. Fritze für seine Dissertation “Sharing Economy and Dematerialization: Essays on the Role of Ownership for Consumer Behavior and Business Models in Service Contexts” mit dem Highly Commended Award im Rahmen der Outstanding Doctoral Research Competition ausgezeichnet.

Seine Dissertation verfasste Fritze 2017 an der Universität Rostock (Betreuer: Martin Benkenstein), bevor er als Assistant Professor für Messewirtschaft und Marketing an die Universität zu Köln wechselte. Seine Doktorarbeit wurde von der Redaktion des European Journal of Marketing mit dem begehrten Preis in der Kategorie Marketing ausgezeichnet. 
 
Einreichungen zur Auszeichnung 2018 standen allen offen, die zwischen dem 15. Januar 2016 und dem 28. Februar 2019 durch eine abgeschlossene Promotion die Anforderungen für die Bewerbung erfüllt und sich zuvor noch nicht um einen dieser Preise beworben hatten.
 
Die Beiträge wurden von dem/den Herausgeber(n) und mindestens einem Mitglied des Editorial Advisory Board der Sponsoringzeitschrift bewertet. Die Beiträge wurden nach den folgenden Kriterien bewertet:
1.            Bedeutung/Implikationen für Theorie und Praxis.
2.            Originalität und Innovation.
3.            Angemessenheit und Anwendung der Methodik.
4.            Qualität der Daten/Forschung.
 
 Wir gratulieren Herrn Fritze zu seiner Auszeichnung und freuen uns, ihn als herausragenden Forscher an der WiSo-Fakultät zu haben. Weitere Informationen über Martin P. Fritze finden Sie unter Find an Expert

Emerald Group Publishing Limited, Herausgeber der größten Sammlung internationaler Wirtschafts- und Management-Zeitschriften, und die European Foundation for Management Development (EFMD), eine globale Mitgliedsorganisation mit mehr als 700 institutionellen Mitgliedern aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlichen Diensten, wollen Exzellenz in der Forschung durch das Sponsoring der 2018 Emerald/EFMD Outstanding Doctoral Research Awards würdigen.

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news-17686 Tue, 06 Aug 2019 15:22:26 +0200 Prof. Dr. Clemens Kroneberg im Interview https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/prof-dr-clemens-kroneberg-im-interview/ ERC-Projekt untersucht Integrations- und Grenzziehungsprozesse im schulischen Kontext Prof. Dr. Clemens Kroneberg spricht im Interview über das European Research Council-Projekt „Social Integration and Boundary Making in Adolescence“ (SOCIALBOND). Das ERC-Projekt untersucht Integrations- und Grenzziehungsprozesse im schulischen Kontext und hat zum Ziel, eine Theorie zu entwickeln, die erklärt, auf Basis welcher Kombinationen von Merkmalen (etwa Geschlecht, ethnische oder soziale Herkunft) sich Gruppen und Identitäten unter Jugendlichen herausbilden.

Das gesamte Interview lesen Sie hier: Prof. Dr. Clemens Kroneberg über seinen ERC Starting Grant

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news-17673 Mon, 05 Aug 2019 11:07:52 +0200 Willkommen an der WiSo-Fakultät, Prof. Dr. Pia Pinger! https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/willkommen-an-der-wiso-fakultaet-prof-dr-pia-pinger/ Dekan Thonemann begrüßt neue Professorin Am 01. August 2019 wurde Frau Prof. Dr. Pia Pinger an die WiSo-Fakultät der Universität zu Köln berufen und tritt hier mit ihrer Professur im volkswirtschaftlichen Forschungsschwerpunkt "Economics: Design & Behavior" an. Mit ihrer Arbeit unterstützt sie ebenfalls die Exzellenzcluster C-SEB und ECONTribute.

Ihre eigene Ausbildung absolvierte sie unter anderem in Paris, Chicago und Mannheim. Für ihre Dissertation erhielt sie gleich zwei Preise. 2014 den Dissertationspreis “The Future of Labor”, verliehen durch die ZEW/Volksbank Weinheim Foundation und 2015 den Preis für die beste Dissertation im Bereich Bildungsökonomie, verliehen durch den Bildungsökonomischen Ausschuss und den Verein für Socialpolitik.

Schon während ihres Studiums und als Juniorprofessorin an der Universität Bonn sammelte sie zahlreiche Erfahrungen im Bereich der Lehre. Sie leitete bereits verschiedene Seminare und Workshops und unterrichtete an Summer Schools. Für ihre hervorragende Arbeit in der Lehre erhielt sie 2015 den „Excellence in teaching award“ von der Universität Bonn.

Im Bereich der Forschung beschäftigt sich Frau Prof. Dr. Pia Pinger vor allem mit Fragen der Chancengerechtigkeit, der Humankapitalakkumulation und mit der Einbindung von psychologischen Maßen und Erkenntnissen in empirische ökonomische Modelle. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen der Bildungsökonomik, der Gesundheitsökonomik und der angewandten Ökonometrie. Ihre zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten sind in Zeitschriften wie Nature Communications, dem Economic Journal oder dem Journal of Political Economy erschienen bzw. zur Veröffentlichung akzeptiert. Weitere Papers sind in Arbeit.

Der Dekan der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Ulrich W. Thonemann hat Frau Pinger persönlich begrüßt und freut sich sehr, sie als exzellenten Zuwachs für die herausragende Professorenschaft für die WiSo-Fakultät gewonnen zu haben.

Wir wünschen ihr einen guten Start und viel Erfolg!

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news-17666 Tue, 30 Jul 2019 16:50:05 +0200 Sanierung des WiSo-Gebäudes ab Oktober 2019 https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/sanierung-des-wiso-gebaeudes-ab-oktober-2019/ Alle Veränderungen im Arbeits- und Lehrbetrieb ab Oktober 2019 Liebe Nutzer*innen und Besucher*innen des WiSo-Gebäudes,
ab Oktober 2019 wird damit begonnen, das WiSo-Hochhaus und den Flachtrakt (Verbindung zum Universitäts-Hauptgebäude) zu sanieren. Der Umbau wird einige Veränderungen im Arbeits- und Lehrbetrieb mit sich bringen. Diese haben wir auf einer Website zusammengefasst, um Ihnen Überblick über die geplanten Maßnahmen und Veränderungen geben zu können.

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news-17633 Tue, 23 Jul 2019 16:14:37 +0200 Herzlich Willkommen liebe Erstsemester*innen! https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/herzlich-willkommen-liebe-erstsemesterinnen/ Alle Infos zum Studienstart Wir freuen uns sehr, dass Sie sich für ein Studium an der Wirtschafts-und Sozialwissenschaftlichen Fakultät (kurz: WiSo-Fakultät) entschieden haben. Sie erwartet ein spannendes Studium an einer der renommiertesten Fakultäten für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in einer attraktiven Stadt.
Alle wichtigen Infos zum Studienstart für WiSo-Erstis auf einen Blick stehen Ihnen auf unserer Website zur Verfügung. Hier finden Bachelorstudierende Informationen zu Vorkursen, Modulempfehlungen für das 1. Semester, einen Musterstundenplan und erklärende Video-Tutorials sowie weitere Tipps zum Studienstart für alle Studierenden.
Sollten Sie weitere Fragen rund um Ihr Studium haben, stehen Ihnen die Studienberater*Innen des WiSo Student Service Points zur Verfügung. Informieren Sie sich gerne über unser Beratungs- und Serviceangebot.

Sehen Sie hier, was Sie bei uns erwartet:

Bachelorstudium: https://www.youtube.com/watch?v=kawnbIZGFSI&feature=youtu.be

Masterstudium: https://www.youtube.com/watch?v=AFsItVNxUW0&feature=youtu.be

 

 

 

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news-17630 Tue, 23 Jul 2019 12:02:59 +0200 Gutes Abschneiden beim WiWo Supermaster https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/gutes-abschneiden-beim-wiwo-supermaster/ Ann-Christin Heilig und Andre Grosse Kamphake vertreten die Universität zu Köln unter den zehn besten Teilnehmern. Allein in Deutschland haben im vergangenen Jahr knapp 138.000 Studierende einen Masterabschluss abgelegt. Um einige der eingereichten Masterarbeiten zu würdigen initiierte die Wirtschaftswoche zusammen mit dem Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte den Wettbewerb „Supermaster“, bei welchem Bewerber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eine benotete und bestandene Master-Thesis mit entsprechendem Wirtschaftsbezug einreichen konnten.
Auch die Universität zu Köln war in der finalen Runde unter den zehn Besten gleich zweimal vertreten. Ann-Christin Heilig durfte bei der Preisverleihung am 4. Juli ihre Arbeit zum Thema „Die weibliche Selektion in Führungspositionen und die Rolle von Persönlichkeit und Präferenzen – Eine empirische Untersuchung anhand des Linked Personnel Panels“ präsentieren. Andre Grosse Kamphake referierte am selben Abend über die „Digitalisierung im Controlling – Eine Studie zur Automatisierung von Forecasting Prozessen“.

Die Frage, inwiefern ihr die Teilnahme am Wettbewerb weiter geholfen hat, beantwortete Heilig wie folgt:
Die Teilnahme bot mir die großartige Chance, mich auch nach dem Abschluss meiner Masterthesis noch einmal mit dem Thema zu beschäftigen und es in Form eines Pitches einem Publikum vorzustellen. Dies war eine wirklich nervenaufreibende, aber auch unglaublich wertvolle Erfahrung für mich und auch wenn es am Ende mit dem Sieg nicht geklappt hat, bin ich doch sehr stolz, unter die zehn Besten gekommen zu sein. Außerdem durfte ich viele nette und interessante Menschen kennen lernen und es hat Spaß gemacht, sich mit ihnen z.B. über den kürzlichen Berufseinstieg, auszutauschen.
Alles in allem wurde mir noch einmal bewusst, wie wichtig das Thema der Geschlechtergleichheit ist und dass wir jede Gelegenheit nutzen sollten, es in unserer Gesellschaft präsenter zu machen.

Auf den Wettbewerb aufmerksam geworden ist Heilig jedoch eher zufällig beim Surfen im Internet, wobei die dort ins Auge gesprungene Werbeanzeige sie sofort ansprach. Ein weiterer motivierender Faktor war für sie in erster Linie die Chance, ihre Arbeit einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen zu dürfen und vielleicht sogar eine Chance auf eine Veröffentlichung zu erhalten.

Alle Finalisten stellten ihre Arbeiten am selben Abend vor einer Jury vor, welche dann den Gewinner kürte. In der Jury befand sich nicht nur WirtschaftsWoche-Chefredakteur Beat Balzli, sondern unter anderem auch der bekannte Ökonom Hans-Werner Sinn oder Thomas Buschmann von der Deutschen Bank, sondern unter anderem auch Star-Investor Frank Thelen.
Der Gewinn des Wettbewerbs war auf 25.000 dotiert. Außerdem hatten die besten Teilnehmer eine Chance auf eine Reise nach China und wurden in der WirtschaftsWoche vorgestellt. Gewinner des Wettbewerbs war zwar Florian Molder von der Friedrich-Schiller-Univeristät in Jena, dennoch muss sich keiner der Teilnehmer vor dem Ergebnis des Abends verstecken.

Weitere Impressionen und Informationen gibt es hier.

 

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news-17617 Sun, 21 Jul 2019 10:07:29 +0200 Universität zu Köln verliert den Status als Exzellenzuniversität https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/universitaet-zu-koeln-verliert-den-status-als-exzellenzuniversitaet/ WiSo-Fakultät weiterhin Mitglied des Exzellenzclusters ECONtribute und des Exzellenzzentrums C-SEB Am 19. Juli 2019 hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Exzellenzentscheidung bekanntgegeben. Die Universität zu Köln war zwar in der engeren Auswahl, gehört aber leider nicht zu den Gewinnerinnen. Die Entscheidung ist bedauerlich, insbesondere, da sich die Universität in den letzten Jahren herausragend entwickelt hat und eine sehr schlüssige Strategie zur Weiterentwicklung eingereicht hatte.

Der Dekan der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Ulrich Thonemann, sieht die Entscheidung auch für die Fakultät als einen Rückschlag, ist aber davon überzeugt, dass der Erfolgskurs der Fakultät trotzdem fortgesetzt werden kann: gemeinsam mit der Universität Bonn wird weiterhin im einzigen Exzellenzcluster der Wirtschaftswissenschaften geforscht. Ebenso ist die Fakultät seit Jahrzehnten in der Forschungsleistung unter den besten in Deutschland. Auf diese Forschungsstärke wird weiter aufgebaut werden und mit den profilbildenden Forschungsschwerpunkten sowie den Forschungszentren wie C-SEB und ECONtribute der bisheriger Erfolgskurs fortgesetzt werden.

Die Pressemeldung der Universität finden Sie hier.

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news-17558 Wed, 03 Jul 2019 14:19:48 +0200 „Ethikbeirat HR-Tech“: Richtlinien für verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im HR-Management https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/ethikbeirat-hr-tech-richtlinien-fuer-verantwortungsvollen-einsatz-von-kuenstlicher-intelligenz-ki/ Prof. Dr. Bernd Irlenbusch hat als Mitglied des Gremiums entscheidend zur Definierung dieser Richtlinien beigetragen Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt der Gegenwart und Zukunft. Der Einsatz von Robotern und intelligenten Maschinen nimmt stetig zu. Um den Arbeitgebern und Betrieben den ethischen Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Personalarbeit zu erleichtern, hat der sogenannte „Ethikbeirat HR-Tech“ vergangene Woche einen Entwurf für Richtlinien für den verantwortungsvollen praxisorientierten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im HR-Management vorgestellt.

Prof. Dr. Bernd Irlenbusch vom Seminar für Business Administration, Corporate Development and Business Ethics hat als Mitglied des Gremiums entscheidend zur Definierung dieser Richtlinien beigetragen und den Diskurs um die Rahmenbedingungen für KI in der Personalarbeit in Deutschland maßgeblich geprägt. Die Richtlinien legen etwa den transparenten Einsatz von KI sowie deren Haftung und Verantwortung in der Personalarbeit fest. Außerdem soll sichergestellt werden, dass Menschen die Entscheidungskompetenz bei wichtigen Fragen im HR behalten.
 
Mehr Informationen finden Sie hier in der Pressemeldung des Ethikbeirats HR-Tech auf https://www.hkp.com/article/425 und im Artikel der F.A.Z. https://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/beruf/neuer-ethikbeirat-wenn-computer-bewerber-auswaehlen-16257834.html.

 

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news-17556 Wed, 03 Jul 2019 13:48:23 +0200 Online sind starke Marken noch wichtiger als im Laden https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/online-sind-starke-marken-noch-wichtiger-als-im-laden/ Prof. Dr. Marc Fischer untersucht in Studie den Einfluss von Marken beim Online-Shopping Online sind starke Marken noch wichtiger als im Laden

Sie reduzieren das Risiko und geben Orientierung / Von Marc Fischer, Sascha Lehmann und Nils Lietdke

Online-Shopping ist billig und bequem. Aber was, wenn das heißersehnte Päckchen nie ankommt, obwohl die Rechnung längst bezahlt ist? Dann ist guter Rat teuer. Solchen Enttäuschungen beugen Online-Nutzer vor, indem sie sich an starke Marken halten. Das zeigt die jüngste Erhebung einer Studie von McKinsey und der Universität Köln zur Markenbedeutung im Internet.

Die Bedeutung von Marken für die Kaufentscheidungen von Verbrauchern wächst seit Jahren. Die McKinsey-Marketing-Practice und die Universität Köln verfolgen diese Entwicklung seit 2002 in einer Langzeitstudie. Vor allem in den Jahren 2010 bis 2016 ging es mit der Markenbedeutung in fast allen Branchen steil bergauf; der Zuwachs betrug in diesem Zeitraum mehr als 11 Prozent. Seit 2016 ist der Durchschnittswert auf hohem Niveau stabil. In der jüngsten Welle wurde die Untersuchung nun um sechs reine Online-Kategorien erweitert, vom Versandhandel über Lieferdienste und Media-Streaming-Portale bis hin zu Plattformen für Reisebuchungen oder Versicherungsabschlüssen. Befragt wurden dabei mehr als 1000 Nutzer aller Altersgruppen.

Die überraschende Erkenntnis: Im Internet sind Marken nicht etwa weniger wichtig, sondern mindestens genauso wichtig wie im stationären Offline-Bereich. Beim Online-Einkauf sind Marken aus Sicht der Verbraucher sogar um 14 Prozent wichtiger als beim Einkauf im niedergelassenen Handel. Wie passt das zum Image der Online-Shopper als Schnäppchenjäger, denen es nur um niedrige Preise und schnelle Lieferung geht? Die Erklärung liefert eine tiefergehende Analyse der Markenfunktionen. Wir unterscheiden dabei zwischen Informationseffizienz, Selbstverwirklichung und Risikoreduktion. Für Online-Shopper ist Risikoreduktion die mit großem Abstand wichtigste Markenfunktion. Der entsprechende Wert liegt um mehr als 13 Prozent über dem für Selbstverwirklichung. Eine starke Marke schafft Vertrauen, und sie schützt die Verbraucher vor den Folgen einer falschen Entscheidung.

Welche Konsequenz sollten Marken-Manager daraus ziehen? Auch reine Online-Marken sollten die Bedeutung einer klaren Positionierung und wohldefinierter Werte nicht unterschätzen. Viele Verbraucher empfinden das Internet als unübersichtlichen und potentiell gefährlichen Raum. Starke Marken helfen bei der Überwindung solcher Vorbehalte. Kampagnen, die nur auf Klicks und Kaufabschlüsse zielen, reichen dafür allerdings nicht aus. Vertrauen entsteht nur dann, wenn eine Marke Haltung zeigt und den Verbraucher als ihr Gegenüber ernst nimmt. Wenn der Aufbau einer eigenen Marke die Mittel eines Anbieters übersteigt, sollte man die Zusammenarbeit mit etablierten Partnern wie Amazon und Ebay erwägen. Und auch bei der Abwicklung empfehlen sich starke Partner mit vertrauenswürdigen Marken wie Paypal oder DHL, die wie Amazon und Ebay inzwischen zu den wertvollsten Marken der Welt zählen. Das gute Image der Kooperationspartner strahlt auf die eigene Marke ab und stärkt damit indirekt auch das Vertrauen der Verbraucher.

Noch höher als beim Online-Shopping ist die Markenbedeutung beim Online-Dating. Wer im Internet einen Partner sucht, setzt dafür mitunter nicht nur viel Zeit und Geld ein, sondern gibt oft auch viel von sich selbst preis und macht sich so verwundbar. Um zu verhindern, dass dieser Vertrauensvorschuss ausgenutzt oder missbraucht wird, halten die Nutzer sich an Anbieter mit starker Marke und gutem Ruf. Zusätzlich dient die Marke als Quelle sozialer Distinktion und Gradmesser der Ernsthaftigkeit potentieller Partner. Ein Anbieter, der von seinen Nutzern detaillierte Profile und einen monatlichen Mitgliedsbeitrag fordert, wird als seriös wahrgenommen. Wenn die Nutzung dagegen kostenlos ist und freizügige Fotos das Angebot dominieren, unterstellt man den Nutzern tendenziell eher Oberflächlichkeit.

Die Studie liefert nicht nur für reine Online-Marken wichtige Anhaltspunkte für ihre Strategie. Auch Marken, die in mehreren Vertriebskanälen präsent sind, können die Ergebnisse nutzen, um die Bedürfnisse ihrer Offline-Kunden mit denen der Online-Shopper abzugleichen.

In einigen Bereichen reicht eine Marke aus, um alle Kanäle erfolgreich zu bespielen. Aber in bestimmten Branchen und Märkten kann es sich auszahlen, in eine separate Online-Marke oder sogar mehrere Micro-Brands zu investieren, um den immer differenzierteren Erwartungen der Zielkunden gerecht zu werden. Wir empfehlen unseren Klienten deshalb eine genaue Analyse der dominanten Entscheidungswege und Kauffaktoren in ihrem Wettbewerbsumfeld. Nur auf der Grundlage einer solchen Faktenbasis lassen sich die richtigen Entscheidungen für eine werthaltige, am langfristigen Unternehmenserfolg ausgerichtete Steuerung von Einzelmarken und Markenportfolios treffen.

Marc Fischer ist Inhaber des Lehrstuhls für Marketing und Marktforschung der Universität Köln. Sascha Lehmann ist Partner, Nils Lietdke Senior Expert der McKinsey & Company

Dieser Artikel ist in der F.A.Z. vom 01.07.2019, Wirtschaft (Wirtschaft), auf Seite 16 erschienen.

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news-17546 Tue, 02 Jul 2019 08:29:13 +0200 Wussten Sie schon, dass Versuchungen nachzugeben bestimmte Personen zufriedener macht als andere? https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/wussten-sie-schon-dass-versuchungen-nachzugeben-bestimmte-personen-zufriedener-macht-als-andere-1/ Neue Studie von Erik Hölzl, Michail Kokkoris und Carlos Alós-Ferrer veröffentlicht. Viele Entscheidungen im Alltag verlangen Selbstkontrolle. Soll man das leckere Dessert essen, obwohl man abnehmen will? Soll man ein schönes Kleidungsstück kaufen, obwohl man sparen will? In solchen Situationen steht man vor einer Versuchung, der man nachgeben oder widerstehen kann. Welche Entscheidung macht zufriedener? Und gibt es dabei systematische Unterschiede zwischen Personen? 
In einem kürzlich von ISS-Forscher Erik Hölzl mit seinen Kollegen Michail Kokkoris und Carlos Alós-Ferrer publizierten Artikel wurde die Zufriedenheit mit Entscheidungen untersucht, in denen einer Versuchung nachgegeben oder widerstanden wurde. Die Ergebnisse von 11 Studien mit insgesamt über 3000 Teilnehmer*innen zeigen, dass individuelle Unterschiede in der „Laienrationalität“ dabei eine wichtige Rolle spielen. Laienrationalität beschreibt die Tendenz, sich bei Entscheidungen primär auf Begründungen zu stützen und weniger auf Gefühle. Bei Entscheidungen, in denen einer Versuchung widerstanden wurde, zeigten sich Personen mit hoher Laienrationalität zufriedener als Personen mit niedriger Laienrationalität. Bei Entscheidungen hingegen, in denen einer Versuchung nachgegeben wurde, zeigten sich Personen mit niedriger Laienrationalität zufriedener als Personen mit hoher Laienrationalität. Dieser Effekt wurde durch wahrgenommene Authentizität vermittelt, also das Gefühl, dem „wahren Ich“ entsprechend zu handeln. Die Ergebnisse zeigen, dass Selbstkontrolle und Verzicht nicht immer zu mehr Zufriedenheit mit einer Entscheidung führt, sondern dass es darauf ankommt, was eine Person als legitime Grundlage für ihre Entscheidungen sieht.
 

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news-17535 Fri, 28 Jun 2019 12:00:23 +0200 WiSo Slogan Contest https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/wiso-slogan-contest/ Machen Sie mit! Im Zuge der Aktualisierung von Mission und Vision der WiSo Fakultät soll auch ein neuer Slogan für die WiSo-Fakultät entwickelt werden. Bei der Findung des neuen Slogans sind alle eingeladen, die einen Bezug zur WiSo-Fakultät haben. Erfahren Sie mehr zum Ablauf der Abstimmung und reichen Sie eigene Vorschläge für einen Slogan ein, mit dem wir uns als WiSo nach innen und nach außen hin präsentieren können: www.wiso-slogan.uni-koeln.de

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news-17240 Mon, 08 Apr 2019 09:17:46 +0200 Klassenunterschiede und Populismus: Journalist Michael Seemann eröffnet Vortragsreihe https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/klassenunterschiede-und-populismus-journalist-michael-seemann-eroeffnet-vortragsreihe/ Fortführung der Debatten-Reihe „Wahrheit, Populismus, Internet“ Menschen, die im Privaten der Globalisierung positiv gegenüberstehen, erleben Populismus anders. Das ist eine Kernthese des Medienwissenschaftlers, Bloggers und Journalisten Michael Seemann über die „Globale Klasse“, über die er am 11. April in der öffentlichen Debatten-Reihe „Wahrheit, Populismus, Internet – Recht und Regulierung im digitalen Zeitalter“ sprechen wird. Die Presse sowie alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zur Veranstaltungsreihe eingeladen.

 

 

 

Termin:
Donnerstag, 11. April 2019, 18:00 Uhr
„Die Globale Klasse: Impuls-Vortrag von Michael Seemann in der Reihe Wahrheit, Populismus, Internet“
Universität zu Köln, Hörsaalgebäude, Hörsaal D, Universitätsstr. 35, 50923 Köln

„Recht und Regulierung im digitalen Zeitalter“ im Sommersemester 2019 ist die Fortsetzung der Reihe „Fake News und Macht im digitalen Zeitalter“, die im letzten Semester sehr erfolgreich angelaufen war und im WDR3, dem Kulturpartner der Universitäts- und Stadtbibliothek, übertragen wurde. So drehen sich die Veranstaltungen nun um die Konstellationen neuer populistischer Kommunikation und der Frage nach Regulierung, Regulierbarkeit, Regulierungsbedarf und Überregulierung im Internet.

Weitere Termine:
Montag, 13. Mai 2019, 18:00 Uhr
„Rattenfänger, Lügner, Demokraten? Populistische Kommunikation in neuesten Medien (Podiumsdiskussion)“
Universität zu Köln, Seminargebäude, Tagungsraum im Erdgeschoss, Universitätsstr. 37, 50923 Köln

Montag, 1. Juli 2019, 18:00 Uhr
„Regeln für Facebook & Co? Gesetze, Konventionen und Bedingungen für die neue Mediengesellschaft (Podiumsdiskussion)“
Universität zu Köln, Seminargebäude, Tagungsraum im Erdgeschoss, Universitätsstr. 37, 50923 Köln

Die Reihe wird gemeinsam von der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, dem Institut für Medienkultur und Theater, dem Center for Data and Simulation Science, dem Institut für Digital Humanities und dem Dezernat für Kommunikation und Marketing der Universität zu Köln veranstaltet. Initiatoren sind der Medienkulturwissenschaftler Professor Dr. Stephan Packard und Bibliotheksdirektor Dr. Hubertus Neuhausen.

Stephan Packard sagt: „In der Angst vor populistischen Bewegungen und technisch verbreiteter Desinformation, aber auch vor Überwachung, Hate Speech und Gewaltandrohungen sowie vor Verletzungen von Privatsphären, Persönlichkeitsrechten und geistigem Eigentum wird eine dreifache Sorge laut: Dass im Internet ein rechtsfreier Raum entstehe, der nicht mehr gesetzlich zu regulieren sei; dass andererseits und im Gegenteil ein überregulierter Raum entstehe, in denen Gesetzgeber Meinungsfreiheit, Briefgeheimnis und andere Grundrechte nicht mehr achten; oder aber dass der digitale Raum unter den Einfluss neuer Mächte fallen könnte, die aus kommerziellen oder politischen Interessen das Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer gegen deren Willen und vielleicht ohne ihr Wissen regulieren.“ Über diese Ängste soll es in der Veranstaltungsreihe gehen.

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news-17124 Wed, 13 Mar 2019 14:00:28 +0100 Versorgungsketten nach einem Brexit: Teurere Produkte und Lieferverzögerung drohen https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/versorgungsketten-nach-einem-brexit-teurere-produkte-und-lieferverzoegerung-drohen/ Interview mit Andreas Fügener Ein No-Deal Brexit, also ein Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, rückt näher.

Wie sich das auf die Lieferkette von Produkten auswirken kann, erklärt Jun-Prof. Dr. Andreas Fügener, Supply Chain Management-Experte an der Universität zu Köln, im folgenden Gespräch:

Presseinformation der Universität zu Köln vom 13. 3. 2019

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news-17020 Mon, 18 Feb 2019 16:51:42 +0100 Stipendium für einen Studenten der WiSo-Fakultät https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/stipendium-fuer-einen-studenten-der-wiso-fakultaet/ Jürgen Manchot Stiftung fördert praxisnahes Promotionsvorhaben Sidney Block, Masterstudent im Studiengang Corporate Development, erhält für mindestens zwei Jahre ein Promotionsstipendium von der Jürgen Manchot Stiftung aus Düsseldorf. In seiner Promotion an der Professur für Strategy von Prof. Dr. Matthias Heinz will sich Herr Block in mehreren Projekten mit den kausalen Effekten von Managementpraktiken in Unternehmen auseinandersetzen. In einem großangelegten Forschungsprojekt plant Herr Block zum Beispiel mit Daten von mehreren Einzelhandelsketten zu testen, ob Mystery Shopping eine gute Methode zur Messung von Servicequalität und der finanziellen Leistungsfähigkeit ist.

Wir danken der Jürgen Manchot Stiftung herzlich für die finanzielle Förderung des Promotionsvorhabens unseres Kölner Studierenden und wünschen Herrn Block viel Erfolg bei seiner Promotion an der Professur für Strategy!

 

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news-16976 Fri, 08 Feb 2019 10:11:37 +0100 Soziologischer Aschermittwoch https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/soziologischer-aschermittwoch/ Mit Hartmut Esser, Thomas Hinz, Stefan Hirschauer, Stephan Lessenich und Monika Wohlrab-Sahr Vor 100 Jahren wurde in Köln das erste Forschungsinstitut für Sozialwissenschaften in Deutschland gegründet. Neben einer Reihe anderer Veranstaltungen zum 100jährigen Jubiläum findet aus diesem Anlass am 6. März 2019 der erste „soziologische Aschermittwoch“ statt. Bezugspunkt dieser öffentlichen Diskussionsveranstaltung ist die aktuelle Auseinandersetzung um die zukünftige Ausrichtung der Soziologie und den Umgang mit der dieses Fach kennzeichnenden Vielfalt an Ansätzen, Methoden und Wissenschaftsverständnissen.

Wie kritisch kann und soll die Soziologie sein?
Hintergrund ist die Gründung der sog. „Akademie für Soziologie“, die teilweise als Konkurrenz zur „Deutschen Gesellschaft für Soziologie“ wahrgenommen wird. Dabei wird gerade das Verhältnis von empirisch-analytischer Soziologie – die häufig als Kern der sog. „Kölner Schule“ angesehen wird – zu anderen Ansätzen kontrovers diskutiert: Wie kritisch oder wertneutral kann und soll die Soziologie sein? Wie positioniert sie sich im Verhältnis zu Nachbardisziplinen? Welche methodischen Standards sind einzuhalten und wie kann die Soziologie der lauter werdenden gesellschaftlich-politischen Polemik gegenüber wissenschaftlicher Erkenntnis entgegentreten?

Der von Professor Clemens Kroneberg (Institut für Soziologie und Sozialpsychologie) und der Hochschulgruppe Sozialwissenschaften organisierte „soziologische Aschermittwoch“ soll diese Diskussion in Köln gerade auch für Studierende sichtbar machen. Hierzu kommen am 6. März 2019 zentrale Figuren dieser Diskussion und bekannte Fachvertreter*innen nach Köln.

Referent*innen
Den Anfang machen zwei Impulsvorträge von Thomas Hinz (Konstanz) und Stephan Lessenich (München), die anhand konkreter Beispiele veranschaulichen werden, was Soziologie ihrer Ansicht nach (nicht) leisten kann und sollte. Daran an schließt eine 90minütige Podiumsdiskussion, an der neben den beiden Referenten Hartmut Esser (Mannheim), Stefan Hirschauer (Mainz) und Monika Wohlrab-Sahr (Leipzig) teilnehmen werden. Auch für das Publikum besteht die Möglichkeit sich in die Diskussion einzubringen. Der soziologische Aschermittwoch ist einem offenen, kontroversen Austausch verpflichtet und wird im besten Fall sowohl lehrreich als auch unterhaltsam sein.

Hinweis:
Bitte registrieren Sie sich vorab kostenlos für die Veranstaltung über die folgende Webseite: Eventbrite

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Lehre/Veranstaltungen
news-16846 Tue, 22 Jan 2019 14:30:47 +0100 Jan Recker forschungsstärkster Betriebswirt "Unter 40 Jahre" https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/jan-recker-forschungsstaerkster-betriebswirt-unter-40-jahre/ WirtschaftsWoche-Ranking Professor Jan Recker von der Universität zu Köln ist im deutschsprachigen Raum laut einem aktuellen WirtschaftsWoche-Ranking der erfolgreichste Betriebswirt unter 40 Jahren. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen das Design von Informationssystemen und digitale Innovationen. Ziel dabei sei, so Recker, Mensch und Maschine gleichermaßen zu verstehen und sie in der Forschung zusammenzubringen. In seiner jüngsten Veröffentlichung thematisiert er die Verbindung von Digitalisierung und nachhaltiger Unternehmensentwicklung. Recker erklärt dazu gegenüber der WirtschaftsWoche, dies sei wichtig, denn die IT sei einer der größten Ressourcenfresser unserer Zeit.

Mehr zum Ranking: Jan Recker: Wie tickt der Jungstar der BWL? (WiWo, 21.1. 2019)

Weitere Informationen zur Person: Jan Recker bei "Find an Expert"

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news-16842 Tue, 22 Jan 2019 11:41:54 +0100 Gremienwahlen vom 22.01. bis 24.01 https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/gremienwahlen-vom-2201-bis-2401/ Wahlen zum Senat, zur Gleichstellungskommission und zur Engeren Fakultät Von heute, 22.01., bis Donnerstag, 24.01, finden die Wahlen zum Senat, zur Gleichstellungskommission und zur Engeren Fakultät statt.

Beschäftigte der Universität zu Köln können Ihre Stimmen jeweils von 9 bis 16 Uhr im Raum 20 (Fakultätssitzungssaal) im WiSo-Schlauch abgeben.

Die einzelnen KandidatInnen der Wahllisten können Sie hier einsehen: Bekanntgabe der KandidatInnen für die Wahlen vom 22.01. bis 24.01.2019

 

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news-16829 Thu, 17 Jan 2019 14:23:05 +0100 Honorarprofessur für Dr. Christian Glasmacher https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/honorarprofessur-fuer-dr-christian-glasmacher/ Berufung durch das Institut für Messewirtschaft der Universität zu Köln Wir gratulieren herzlich: Am 16. Januar 2019 wurde Dr. Christian Glasmacher der Titel eines Honorarprofessors verliehen. Seit 12 Jahren engagiert er sich als Lehrbeauftragter am Institut für Messewirtschaft der Universität zu Köln, das die Koelnmesse im Jahr 1999 mitgegründet hat. Als Mitglied der Geschäftsleitung und Bereichsleiter Unternehmensentwicklung der Koelnmesse fungiert er damit als Schnittstelle zwischen Institut und Unternehmen.

Anlässlich des 75-jährigen Firmenjubiläums der Koelnmesse im Sommer 1999 wurde gemeinschaftlich mit der Universität zu Köln das Institut für Messewirtschaft gegründet und der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät angeschlossen. Damit war das erste deutsche Institut für Messewirtschaft auf Universitätsebene geschaffen. "Ich bin stolz auf unsere langjährige erfolgreiche Kooperation mit der Universität. Die Mitwirkung der Koelnmesse ermöglicht den Studierenden dank Vorlesungen renommierter Referenten und durch Besuche von Messeveranstaltungen direkte Einblicke ins Messegeschäft", erklärt Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse.

Auf Initiative der Universität wurde Dr. Christian Glasmacher nun nach 12-jähriger Lehrtätigkeit für eine Honorarprofessur vorgeschlagen. Der Titel wurde ihm offiziell im Rahmen einer Feierstunde in der Universität vom Dekan der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät, Herrn Prof. Dr. Werner Mellis, verliehen. "Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung und bedanke mich ganz herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen", so der frisch ernannte Prof. Christian Glasmacher.

Bachelor-Studierende am Institut für Messewirtschaft können das Schwerpunktmodul Messewirtschaft als eine von zwei im Bachelorstudium vorgesehenen Profilgruppen belegen, in dem Prof. Glasmacher die beiden Lehrveranstaltungen "Strategisches Messemanagement" und "Operatives Messemanagement" hält. "Es ist bereichernd, die jungen Leute auf ihre berufliche Laufbahn vorzubereiten und die Chance zu nutzen, junge Talente mit dem Messegeschäft bekannt zu machen. So unterstützen wir gezielt Bildung und Wissenschaft in Köln und fördern gleichzeitig den Managementnachwuchs unserer Branche", ergänzt Prof. Glasmacher.

Einzigartige Ausbildungsmöglichkeiten am Messeinstitut

Seit 1999 betreut das Institut das Schwerpunktmodul "Messewirtschaft" im Bachelorstudium, betreibt Grundlagen- und angewandte Forschung zu messebezogenen Themen und forciert die Umsetzung wissenschaftlicher Ergebnisse in die Praxis.

Die universitäre Ausbildung von Führungskräften für die Messewirtschaft wie sie an der Universität zu Köln gelebt wird, ist einzigartig. Das Institut versteht sich als Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis: Jedes Jahr engagieren sich zahlreiche Mitarbeiter der Koelnmesse als Gastdozent*innen und sorgen so neben der Theorie für die optimale Praxisnähe. Und das mit Erfolg: Seit der Gründung besuchen immer mehr Studierende die Vorlesungen des Instituts und bewerten es in regelmäßigen Umfragen überdurchschnittlich positiv. Und eine Reihe von Absolventen ist längst an wesentlichen Positionen der Messewirtschaft in ganz Deutschland und darüber hinaus tätig.

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news-16479 Tue, 13 Nov 2018 13:11:36 +0100 Verbundprojekt „OERinForm“ https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/verbundprojekt-oerinform/ Beratung für Medien- und E-Learningzentren an Hochschulen Lehrkräfte der Uni Köln und Interessierte können sich jetzt beim Zentrum Netzwerk Medien der Humanwissenschaftlichen Fakultät zum Themenbereich frei zugängliche Bildungsmaterialien, den sogenannten Open Educational Resources (OER) beraten lassen. Ob rechtliche Hintergrundinfos und praktische Anwendung von OER oder die Installation des OER-Plugins in ILIAS – das neue Serviceangebot ist das Ergebnis eines Verbundprojekts („OERinForm“), welches das Netzwerk Medien initiiert und an dem es sich für die Uni Köln über den Zeitraum von 18 Monaten beteiligt hatte. Gemeinsam mit fünf weiteren Hochschulen (Uni Augsburg, HU Berlin, JGU Mainz, HHU Düsseldorf, FAU Erlangen-Nürnberg) wurde in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt ein Informations- und Beratungskonzept für Medien- und E-Learningzentren an Hochschulen entwickelt, das jetzt in Köln in die Praxis überführt worden ist.

„Wir möchten Interessierten konkrete Anwendungsmöglichkeiten zum Thema Offene Bildungsmaterialien im Hochschulbereich an die Hand geben und weitere Menschen dafür begeistern. Dozentinnen und Dozenten können sich bei uns über frei zugängliche Lehr-Lernmaterialien informieren und wir zeigen ihnen technische Lösungen, die wir im Verbundprojekt eigens entwickelt haben“, sagt Dr. Udo Kullik, Koordinator des Projekts und Leiter des Netzwerk Medien an der Universität zu Köln. „Für uns ist es ein großer Gewinn, dass wir nun langfristig die Rolle eines kompetenten OER-Beraters an der Uni Köln einnehmen können. Ziel ist es, dass sich noch mehr dafür engagieren, offene Bildungsmaterialien zu suchen, zu nutzen, zu erstellen und mit anderen zu teilen.“

Den Lehrenden stehen unter oer.amh-ev.de eine Vielfalt an Infomaterialien zu OER kostenlos zur Verfügung. Gleichzeitig können sie sich mit dem Input zu kreativen OER Lösungen ihre eigenen Ideen umsetzen und als offene Bildungsmaterialien verbreiten.  Neben einem Reputationsgewinn der Lehrpersonen steigert sich so auch der Bekanntheits- und Nutzungsgrad der erstellten Materialien. Der erleichterte Zugang bietet außerdem Lernenden die Chance, sich Themen kostenfrei anzueignen.

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news-16404 Mon, 05 Nov 2018 13:43:33 +0100 Vertrauen ins Bankensystem? https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/vertrauen-ins-bankensystem/ Ein Gespräch mit Prof. Thomas Hartmann-Wendels Bankenstresstest, die bevorstehenden US-Wahlen zum Repräsentantenhaus, Niedrigzinsen oder die Digitalisierung: Banken haben derzeit viele Baustellen. Doch auf dem Vertrauen auf Banken basiert eine gesunde Wirtschaftsentwicklung. Ein Gespräch mit Prof. Thomas Hartmann-Wendels von der WiSo-Fakultät der Universität zu Köln über große Krisen und die deutschen Banken.

Können die Wahlen zum Repräsentantenhaus am 6. November in Amerika eine Auswirkung auf die Banken haben?

Die anstehenden Wahlen zum Repräsentantenhaus entscheiden darüber, ob Trump seine Politik der Deregulierung der Banken ungestört fortsetzen kann oder ob die Demokraten diese Entwicklung hemmen oder gar verhindern können. Eine Deregulierung beflügelt zunächst einmal die Geschäftsmöglichkeiten der Banken, allein die Ankündigung von Maßnahmen zur Deregulierung hat die Aktienkurse amerikanischer Banken steigen lassen. Lockere Vorschriften verschaffen den international tätigen amerikanischen Banken einen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren europäischen Konkurrenten, gleichzeitig wächst aber auch die Gefahr, dass einzelne Banken die neu gewonnenen Freiheiten dazu nutzen, eine langfristig verantwortungslose Geschäftspolitik zu betreiben.

Geldgeschäfte basieren auf Vertrauen in die wirtschaftliche und politische Stabilität eines Landes. Das scheint in der deutschen Gesellschaft aber zu schwinden. Worin besteht die Gefahr dieser Entwicklung?

Vertrauen in stabile und verlässliche Rahmenbedingungen ist unerlässlich für eine gesunde Wirtschaftsentwicklung. Dies gilt für alle Bereiche einer Volkswirtschaft, in besonderem Maße aber für Banken. Egal ob Banken Kredite vergeben oder Einlagen entgegennehmen, stets ist das Vertrauen auf die Rückzahlung der vergebenen Kredite bzw. der bei Banken angelegten Gelder die entscheidende Geschäftsgrundlage. Schwindet dieses Vertrauen, können Investitionen nicht mehr finanziert werden, dies gefährdet Wachstum und Vollbeschäftigung.

Sehen Sie derzeit Anzeichen dafür, dass sich Unternehmen mit Investitionen in Deutschland (Ost?) zurückhalten, weil das Vertrauen in die Banken geschädigt ist?

Die Investitionsbereitschaft von Unternehmen hängt im Wesentlichen davon ab, wie erfolgversprechend die wirtschaftliche Entwicklung und wie stabil die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse eingeschätzt werden. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung ziehen einige dunkle Wolken auf, die Stichworte hier sind Brexit, Handelskrieg und wachsende Instabilität in Italien. Was die politische Entwicklung anbelangt, so haben die Vorkommnisse in den letzten Wochen sich sicherlich negativ auf die Attraktivität einiger Länder in Ostdeutschland als Unternehmensstandort ausgewirkt. Einige Banken haben zwar seit der Finanzkrise an Reputation eingebüßt, ich sehe aber keine generelle Vertrauenskrise, die zu einer Zurückhaltung bei Investitionen führt.

Wissenschaftler wie die Nobelpreisträger Robert Shiller, William Sharpe und Lars Peter Hansen warnen vor einem größeren Crash als 2008. Sehen Sie das auch so?

Es gab fast zu jeder Zeit Stimmen, die vor einer großen Krise gewarnt haben. 2008 haben sich diese Prophezeiungen dann auch einmal bewahrheitet, seitdem wird solchen Prognosen eine viel größere Aufmerksamkeit zuteil als früher. Auch derzeit gibt es eine Reihe von Indikatoren, aus denen sich durchaus plausibel ein Crash-Szenario ableiten lässt. Die Zutaten hierzu sind Brexit, wachsende Staatsverschuldung, Niedrigzinsniveau mit der Folge einer Überbewertung von Immobilien und Aktien und zunehmende politische Unsicherheiten. Ob sich daraus wirklich eine globale Krise entwickelt, ob es nur eine kleine Delle im Wirtschaftswachstum gibt oder ob der Sturm vorbeizieht ohne großen Schaden anzurichten, lässt sich derzeit nicht seriös abschätzen.

Sind Banken heute immer noch im gleichen Maß wie 2008 systemrelevant?

Während der Finanzmarktkrise haben viele Akteure beschworen, dass eine einzelne Bank nie mehr so groß werden darf, dass ihre Insolvenz die Stabilität des gesamten Finanzsystems gefährdet. Seit der Finanzmarktkrise erleben wir aber eine Zunahme der Bankenfusionen, vor allem zwar bei kleinen Instituten, aber durchaus auch bei großen Banken. Diese Entwicklung vergrößert das „too-big-to-fail“ Problem. Hintergründe der Fusionen sind u.a. das Niedrigzinsniveau und eine deutliche verschärfte Regulierung, die zunehmend zu einem Kostenfaktor für die Banken wird. Die Bankenaufsicht versucht zwar, die Gefahr, die von systemrelevanten Banken ausgeht, zu begrenzen, indem diese Banken stärker beaufsichtigt werden, indem sie höhere Eigenkapitalquoten einhalten müssen und indem sie Pläne für den Fall einer Abwicklung bereithalten müssen. Es ist allerdings mehr als fraglich, ob diese Instrumente im Ernstfall wirklich greifen. Das Problem, dass Banken systemrelevant sind, ist also bis heute nicht gelöst.

Machen deutsche Banken momentan alles richtig oder was sollten sie ändern?

Die Banken in Deutschland befinden sich in einer schwierigen Lage. Das Niedrigzinsniveau hat die Zinsmargen drastisch schrumpfen lassen, die verschärfte Regulierung hat den Kostendruck erhöht, gleichzeitig dringen neue, innovative Wettbewerber wie z.B. die Fintechs in die traditionellen Geschäftsfelder der Banken ein. Um von der Digitalisierung nicht abgehängt zu werden, bedarf es enormer Anstrengungen, insbesondere auch hoher Investitionen. Die großen Banken haben derzeit viele andere Baustellen und können sich dem Thema Digitalisierung nicht mit ganzer Kraft widmen. Die in ihrem jeweiligen Finanzverbund zusammengeschlossenen Sparkassen und Volksbanken/Raiffeisenbanken müssen ihre Kräfte besser bündeln, um mit der Entwicklung Schritt halten zu können. Oftmals ist der Chor in den Finanzverbünden zu vielstimmig und behindert damit schnelle Entscheidungen.

Stellen radikale politische Kräfte eine Gefahr für die Banken/Unternehmen dar?

Unternehmen benötigen stabile und verlässliche Rahmenbedingungen, um erfolgreich arbeiten zu können. Jegliche Form politischen Radikalismus vergrößert die Unberechenbarkeit und führt zur Zurückhaltung bei Investitionen. Hinzu kommt, dass politisch radikale Kräfte dazu neigen, die Gesetze für ein erfolgreiches Wirtschaften zu ignorieren und ihren radikalen Ansichten unterzuordnen. Die Erfahrung lehrt, dass dies auf Dauer nie gelingt. Für Banken kommt noch hinzu, dass deren Geschäftstätigkeit in besonderem Maße vom Vertrauen ihrer Kunden abhängt. Wir erleben aktuell in Italien, dass politischer Radikalismus das Vertrauen der Anleger in die Sicherheit ihrer Geldanlagen erschüttert. Geldanlagen werden zunehmend über die Grenze in die sichere Schweiz verlagert, weil die Angst wächst, dass Kapitalverkehrskontrollen eingeführt werden, um einen Bank-Run zu verhindern. Sollte diese Tendenz sich verstärken, werden die italienischen Banken in ernste Liquiditätsschwierigkeiten geraten.

Die deutschen Banken sollten im internationalen Wettbewerb mithalten können. Spricht das für eine Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank?

Die Deutsche Bank und die Commerzbank sind in den letzten Jahren im internationalen Wettbewerb deutlich zurückgefallen. Die Deutsche Bank spielt längst nicht mehr in der ersten Liga der international tätigen Banken mit, die Commerzbank hat noch nie so richtig dazu gehört. Beide Banken haben mit immensen internen Problemen zu kämpfen. Diese werden durch eine Fusion nicht gerade geringer. Im Gegenteil, die Zusammenführung zweier großer Banken ist eine Mammutaufgabe, die immense Summen verschlingt und die neu entstandene Bank von anderen wichtigen Themen wie z.B. den Herausforderungen durch die Digitalisierung ablenkt. Zusammengefasst kann man sagen, dass durch die Fusion zweier schwächelnder Institute keine starke Bank entsteht, da durch die Fusion keines der bestehenden Probleme gelöst wird, sondern nur zusätzliche geschaffen werden.

Zur Person
Prof. Dr. Thomas Hartmann-Wendels ist Direktor am Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Bankbetriebslehre und am Forschungsinstitut für Leasing sowie Geschaftsführender Direktor der Abteilung Bankwirtschaft am Institut für Bankwirtschaft und Bankrecht der Universität zu Köln.

Das Interview steht auch zum Abdruck und zur digitalen Verwendung zur Verfügung, siehe die folgende Pressemitteilung der Universität zu Köln für weitere Informationen und Kontaktdaten: Vertrauen in Bankensystem: „Politischer Radikalismus führt zur Zurückhaltung bei Investitionen

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news-16196 Tue, 09 Oct 2018 10:29:59 +0200 WiSo-Mentoring-Programm https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/wiso-mentoring-programm/ Studierende der WiSo-Fakultät können Mentee werden Liebe Studierende der WiSo-Fakultät,

werden Sie Mentee beim WiSo-Mentoring-Programm und lassen Sie sich ein Jahr lang während Ihres Master-Studiums des Studiengangs Business Administration – Corporate Development von einer Mentorin / einem Mentor begleiten!

Durch die Unterstützung einer Mentorin / eines Mentors können Ihre Kompetenzen und Potentiale in der Übergangsphase von Studium und Beruf gefördert werden. Bei gezielten Seminaren, Workshops, Networking-Meetings uvm. bekommen Sie viele hilfreiche Ratschläge als auch Kontakte für Ihr späteres Berufsleben.

Haben Sie Interesse, sich als Mentee der WiSo-Fakultät zu bewerben? Dann freuen wir uns, wenn Sie uns per E-Mail über mentoring(at)wiso.unikoeln.de kontaktieren. Gerne informieren wir Sie persönlich über Inhalte und Aufbau des Programms.

Projekt-Koordinatorin:
Kristin Pfeiffer
Tel.: +49 - (0) 221 / 470 89257
Webseite: Wiso-Mentoring-Programm 

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news-16170 Tue, 02 Oct 2018 13:33:46 +0200 Theoretical and Methodological Innovations in Comparative Politics https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/theoretical-and-methodological-innovations-in-comparative-politics-1/ Workshop des CCCP

Am 22. Und 23. November veranstaltet das Cologne Center for Comparative Politics (CCCP) einen internationalen Workshop für junge Forscher und Berufseinsteiger. 

Am ersten Tag des Workshops widmen sich Wissenschaftler unterschiedlicher Universitäten den Themen Electoral Politics and Representation in Europe und Political Institutions. Die Themen Political Economy und New Methods for Comparative Research, werden am zweiten Tag behandelt. Zum Schluss gibt es eine abschließende Diskussion.

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten sind auf der Website des CCCP zu finden: https://www.cccp.uni-koeln.de/de/workshop/ 

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news-16038 Tue, 11 Sep 2018 11:57:51 +0200 Berufsbegleitende Weiterbildung erhält den Status Quo https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/berufsbegleitende-weiterbildung-erhaelt-den-status-quo/ Neue Studie des ISS

Wussten Sie schon, dass berufsbegleitende Weiterbildung dazu beiträgt, den beruflichen Status Quo zu erhalten?

Erwerbstätigen, die sich beruflich weiterentwickeln wollen, wird Weiterbildung oft als Karrieresprungbrett anempfohlen. Dies wird beispielsweise am Motto „Aufstieg durch Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung deutlich. Ob sich die individuelle Weiterbildungsteilnahme positiv auf die beruflichen Karrieren von Erwerbstätigen in Deutschland auswirkt, haben nun ISS-Forscher Christian Ebner und Martin Ehlert (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung) in einer Studie auf Grundlage aktueller und repräsentativer Längsschnittdaten untersucht. 

Non-formale Weiterbildung im Fokus der Untersuchung

Analysiert wurden die Auswirkungen sogenannter „non-formaler“ Weiterbildungsaktivitäten. Hierunter fallen die vielfältigen Kurse und Lehrgänge, die meist berufsbegleitend stattfinden, relativ kurz sind und nicht zu anerkannten Bildungsabschlüssen führen. Dazu gehören zum Beispiel Softwareschulungen, Sprachkurse, Präsentationstrainings und vieles mehr. Diese Kurse machen den Großteil der Lernaktivitäten von Erwerbstätigen aus. Während es mit Blick auf die deutlich seltener vorkommenden formalen Weiterbildungen (z.B. ein Meisterabschluss nach der Lehre) deutliche Hinweise auf Karriereverbesserungen gibt, sind die Befunde zum Thema non-formale Weiterbildung bis dato alles andere als eindeutig.

Auswirkungen von Weiterbildungen auf die Karrierelaufbahn

Als mögliche Karriereveränderungen durch non-formale Weiterbildung wurden Berufswechsel, Betriebswechsel, Auf- und Abstiege in der Einkommenshierarchie sowie Wechsel in Nichterwerbstätigkeit (u.a. Arbeitslosigkeit) untersucht. Für die empirischen Analysen wurden die Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) herangezogen. Das NEPS erfasst Bildungsprozesse, Kompetenzen und Bildungserträge über die gesamte Lebensspanne. Die hier analysierte Startkohorte 6 ist eine Stichprobe der Geburtsjahrgänge 1944–1986 in Deutschland. Die Autoren nutzen die sieben Panelwellen der Erhebung 2009–2016, da hier detaillierte Angaben zu non-formalen Kursen vorliegen. 

Non-formale Weiterbildung wirkt wie ein "Sicherheitsnetz" gegen berufliche Abstiege

Die Ergebnisse zeigen, dass berufliche Kurse und Lehrgänge kein Karrieresprungbrett darstellen. Vielmehr zeigte sich, dass Erwerbstätige die an diesen Weiterbildungen teilnehmen eher auf ihren Arbeitsplätzen verbleiben. Die Kursteilnahme stabilisiert also die Karriere. Das bedeutet, dass non-formale Weiterbildung einerseits die Funktion eines „Sicherheitsnetzes“ hat und dem Ausstieg aus Erwerbstätigkeit sowie beruflichen Abstiegen entgegenwirkt. Allerdings finden in Folge non-formaler Weiterbildung auch seltener Aufstiege, Betriebs- und Berufswechsel statt.

Wussten Sie schon, dass...?

Mehr interessante und oft überraschende Ergebnisse aus der Forschung des ISS gibt es auf der Website des Instituts für Soziologie und Sozialpsychologie (ISS).

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news-15935 Fri, 24 Aug 2018 10:54:48 +0200 Willkommen an der WiSo-Fakultät, Prof. Dr. Reinhard Kunz! https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/willkommen-an-der-wiso-fakultaet-prof-dr-reinhard-kunz/ Neuer Professor am Seminar für Medien- und Technologiemanagement

Seit August 2018 ist Reinhard Kunz Professor an unserer Fakultät. Vor seiner Tätigkeit an der Universität zu Köln war Professor Kunz Juniorprofessor für Medienmanagement, insbesondere Sportmedien an der Universität Bayreuth und zuletzt Professor für Marketing & Sales am Management Center Innsbruck (MCI) in Österreich. Internationale Forschungsaufenthalte absolvierte Professor Kunz an der La Trobe University (Australien), Swinburne University of Technology (Australien) und Sacred Heart University (CT/USA). 

Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf den Gebieten des Strategischen Medienmanagements, des Managements digitaler Innovationen und Technologien, des Behavioral OR sowie des Marketings und Konsumentenverhaltens im Medien- und Technologiebereich. Aktuelle Forschungsprojekte behandeln Einflussfaktoren und Wirkungen der Business Model Transformation, die Nutzerakzeptanz von technologischen Medieninnovationen im kulturellen Kontext sowie die Wertschöpfung audiovisueller Sportmedien und digitaler Geschäftsmodelle.

Reinhard Kunz' Forschungsergebnisse wurden u. a. im European Journal of Operational Research, Journal of Economic Surveys und Journal of Media Business Studies veröffentlicht. 2012 erhielt er den New Researcher Award der European Association for Sport Management. 2017 wurde sein Artikel zu “Sport-Related Branded Entertainment” mit dem Emerald Literati Network Awards for Excellence ausgezeichnet.  

Wir freuen uns sehr, Prof. Dr. Reinhard Kunz an unserer Fakultät begrüßen zu dürfen!

Weitere Informationen finden Sie hier: "Find an Expert"-Profil von Prof. Dr. Reinhard Kunz

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news-15874 Wed, 08 Aug 2018 11:35:13 +0200 Ausstieg aus der Kohleverstromung https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/ausstieg-aus-der-kohleverstromung/ Warum ein Ausstieg kontraproduktiv ist

Prof. Dr. Axel Ockenfels und Prof. Dr. Christoph M. Schmidt haben einen Artikel verfasst, der sich mit den Gründen beschäftigt, warum ein deutscher Ausstieg aus der Kohleverstromung nicht ausreichend ist. Außerdem befasst sich der Artikel auch mit einer Lösung für das Problem: einen international koordinierten CO2-Preis.

Den ausführlichen Artikel finden Sie unter folgendem Link: "Bloß kein Alleingang"

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news-15866 Mon, 06 Aug 2018 10:09:41 +0200 Studierendenaustausch mit der HKUST Business School https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/studierendenaustausch-mit-der-hkust-business-school/ Hong Kong University of Science and Technology

Ab dem Studienjahr 2019/20 steht die HKUST Business School im Rahmen des STAP-Programms Masterstudierenden (Business & Economics) der WiSo-Fakultät für ein Austauschsemester zur Verfügung.

Die HKUST wurde 1991 gegründet und ist heute als eine der besten jungen Universitäten anerkannt. Beispielsweise belegt sie den 1. Platz in den Time's Best Young Universities Rankings 2018 und den 2. Platz in den QS Top 50 Under 50 von 2015 - 2018.

Die HKUST Business School war in der Region die erste von AACSB und EQUIS akkreditierte Business School. Sie liegt strategisch günstig im Herzen des wirtschaftlichen Zentrum Asiens. Bei HKUST haben die Studenten nicht nur Zugang zu einer einzigartigen Verschmelzung von Ost und West, sondern auch zu einer ausgezeichneten Nähe zu China und der Möglichkeit, die Vitalität einer der wichtigsten Volkswirtschaften der Welt zu erleben.

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news-15775 Fri, 20 Jul 2018 13:16:01 +0200 Verkehrssteuerung im 21. Jahrhundert https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/verkehrssteuerung-im-21-jahrhundert-1/ Axel Ockenfels über innovative Verkehrsmärkte Prof. Dr. Axel Ockenfels hat in einem Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung sowie in weiteren Veröffentlichungen Vorschläge gemacht, wie innovative Verkehrsmärkte der Zukunft aussehen könnten. Er schlägt vor, dass Autofahrer für Luftverschmutzung zahlen sollten. Und er warnt vor der Annahme, dass das Problem der innerstädtischen Luftverschmutzung durch kostenlosen Nahverkehr lösbar sei:

„Den Nahverkehr kostenlos zu machen, um den Individualverkehr zu verdrängen, ist in etwa so, als ob man Coca-Cola subventioniert, um den Alkoholkonsum zu reduzieren“, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. 

Mehr zum Thema finden Sie hier:

"Eine Welt ohne Staus ist möglich", Samstagsessay in der Süddeutschen Zeitung, von Peter Cramton, Richard Geddes und Axel Ockenfels, vom 9. Februar 2018.

"Ökonom hat einen Plan : So sollen Autofahrer für die Luftverschmutzung zahlen", FAZ vom 15. Februar 2018.

"Der Markt kann den Verkehr regeln – wenn wir ihn ermöglichen", Klartext/ Xing vom 22. Februar 2018.

"Für die Straßennutzung zahlen: So könnte der Verkehr der Zukunft gesteuert werden", Artikel in der FAZ vom 11. Juni 2018.

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news-15728 Mon, 16 Jul 2018 13:02:48 +0200 Fast ein Drittel der Genossenschaften erst vor kurzem gegründet https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/fast-ein-drittel-der-genossenschaften-erst-vor-kurzem-gegruendet/ Neue Studie des ISS Wussten Sie schon, dass fast ein Drittel der Genossenschaften in Deutschland erst vor kurzem gegründet wurden?

Seit der Jahrtausendwende wurden über 2.400 Genossenschaften neu gegründet, so dass heute fast 8.000 Unternehmen in der Rechtsform der Genossenschaften in Deutschland existieren. Trotzdem hat sich die Gesamtzahl der Genossenschaften seit 1970 nahezu halbiert, während sich gleichzeitig die Anzahl der Mitgliedschaften fast verdoppelt hat. Dieser Gesamtrückgang der Unternehmensanzahl trotz der vielen Neugründungen ist keineswegs Insolvenzen geschuldet – im Gegenteil gelten die Genossenschaften zu Recht als besonders insolvenzsicher. Insbesondere Fusionen im kreditgenossenschaftlichen Bereich haben vielfach zu vergleichsweise großen genossenschaftlichen Unternehmen geführt. Trotzdem gilt dort wie auch im gesamten Genossenschaftssektor weiterhin die regionale Verankerung und Nähe zu Mitgliedern und Kunden als Teil der Marke.

Ergebnisse der Studie

Die Neugründungen seit der Jahrtausendwende stärken den Genossenschaftssektor. Interessanterweise wählten weitaus die meisten Genossenschaftsgründer diese Rechtsform, um neue Geschäftsmodelle und -bereiche zu besetzen. Die traditionell mit Genossenschaften besetzten Wirtschaftszweige wie die Kreditwirtschaft, die Landwirtschaft, der Handel, das Handwerk oder das Wohnen spielen bei den Neugründungen eher eine untergeordnete Rolle. Die meisten Neugründungen sind bei den Energiegenossenschaften zu finden, aber auch Ärzte- und Sozialgenossenschaften sowie weitere gemeinwesenorientierte Genossenschaften stoßen in neue genossenschaftliche Geschäftsgebiete vor.

Dieser für Genossenschaften so bezeichnete Neugründungsboom war 2014 Anlass für eine Studie zu den Potenzialen und Hemmnissen der unternehmerischen Tätigkeit in der Rechtsform der Genossenschaft, die von den ISS-Forschern Johannes Blome Drees, Philipp Degens und Clemens Schimmele zusammen mit Mitarbeitern der Unternehmensberatung Kienbaum durchgeführt wurde. Zu prüfen war u.a., ob die 2006 durchgeführte Genossenschaftsrechtsnovelle, die viele Gründungserleichterungen für kleine Initiativen vorsieht, tatsächlich zur Gründung neuer Genossenschaften führte. Die Studie konnte belegen, dass die neuen Rechtsvorschriften nicht für alle kooperativ angelegten Projekte einen geeigneten Rechtsrahmen vorgeben. Im Ergebnis wurde das Genossenschaftsgesetz weiter novelliert.

Warum gibt es so viele Neugründungen?

Kennzeichen vieler Neugründungen ist häufig ein sehr hohes zivilgesellschaftliches Engagement der Mitglieder, um die Ziele ihres gemeinschaftlichen Projektes zu erreichen. Geschätzt wird an Genossenschaften ihre bedarfswirtschaftliche Ausrichtung – es wird nicht für einen anonymen Markt produziert, sondern orientiert am Bedarf der Mitglieder – sowie die personenbezogene Demokratie. Hinzu kommt die im Genossenschaftsmitglied angelegte Identität der Eigentümer mit den Kunden, Lieferanten oder im Fall der Produktivgenossenschaften mit den Arbeitnehmern. Damit entsprechen Genossenschaften in einem zentralen Aspekt dem, was heute unter Begriffen wie Prosuming, kollaborativer Konsum oder Ko-Produktion den Wandel der Verbraucherrolle kennzeichnet. Bewährte Beispiele für diese Phänomene findet man in der Tradition der Konsum- oder Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaften, neu hinzu kommen Formen wie die Solidarische Landwirtschaft oder besondere Wohnprojekte, zum Teil mit Möglichkeiten des gemeinsamen Arbeitens. Digitale Plattformen in genossenschaftlicher Hand könnten dafür sorgen, dass die Erträge der Plattformbetreiber den Nutzern zugutekommen. Anders als bei den sich in den letzten Jahren etablierenden großen Plattformen des Teilen (Uber oder Airbnb) verbleiben bei genossenschaftlichen Unternehmen die Erträge im genossenschaftlichen Unternehmen oder werden an die Mitglieder und damit an die Nutzer ausgeschüttet.

Wussen Sie schon, dass...?
Mehr interessante und oft überraschende Ergebnisse aus der Forschung des ISS gibt es auf der Website des Instituts für Soziologie und Sozialpsychologie (ISS).

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