Aktuelles - Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln https://www.wiso.uni-koeln.de/ Aktuelle Hinweise und Nachrichten aus der Forschung und Lehre der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln de-de WiSo-Fakultät Sun, 15 Dec 2019 00:03:53 +0100 Sun, 15 Dec 2019 00:03:53 +0100 TYPO3 EXT:news news-18372 Thu, 12 Dec 2019 13:23:00 +0100 Schulisches Umfeld beeinflusst, wie sehr sich Jugendliche mit Migrationshintergrund als Deutsche fühlen https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/schulisches-umfeld-beeinflusst-wie-sehr-sich-jugendliche-mit-migrationshintergrund-als-deutsche-fueh/ Neue Studie von Clemens Kroneberg und Hanno Kruse veröffentlicht Ethnische Ungleichheit beim Zugang zum Gymnasium beeinträchtigt nicht nur die Bildungs- und Karrierewege von Schüler*innen und Schülern mit Migrationshintergrund, sondern prägt auch ihre Identitäten und Freundschaften. Das zeigt eine Dr. Hanno Kruse und Professor Dr. Clemens Kroneberg von der WiSo-Fakultät der Universität zu Köln, die jetzt im American Journal of Sociology veröffentlicht wurde. Gemeinsam gingen beide Wiso-Wissenschaftler der Frage nach, an welchen Schulen sich Schüler*innen mit Migrationshintergrund als Deutsche fühlen. Darüber hinaus untersuchten sie, inwiefern diese Identifikation wichtig für ihre Freundschaften mit Jugendlichen ohne Migrationshintergrund ist.

Die Untersuchung ermittelte ausgeprägte lokale Unterschiede: In Gegenden, in denen Jugendliche mit Migrationshintergrund nur selten ein Gymnasium besuchen, fühlen sie sich demnach auf dem Gymnasium eher als Deutsche. Zudem geht diese Identifikation vermehrt mit Freundschaften zu Mitschüler*innen ohne Migrationshintergrund einher. Wer sich kaum als Deutsche(r) fühlt, ist hier auch seltener mit Mitschüler*innen ohne Migrationshintergrund befreundet. Die soziale Integration auf dem Gymnasium ist somit tendenziell daran gebunden, sich als Deutsche(r) zu fühlen.

In Gegenden, in denen Jugendliche mit Migrationshintergrund auch auf den Gymnasien gut repräsentiert sind, finden sich diese Zusammenhänge dagegen nicht: Gymnasiast*innen mit Zuwanderungsgeschichte haben dort keine verstärkte Neigung, sich als Deutsche zu fühlen. Dabei ist die Identifikation als Deutsche(r) nicht relevant dafür, wie sehr sie von Mitschüler*innen ohne Migrationshintergrund sozial akzeptiert werden.

Die Studie, die im Rahmen des ERC Starting Grant Projekts „Social Integration and Boundary Making in Adolescence“ (SOCIALBOND) von Professor Clemens Kroneberg entstand, kombiniert erstmals administrative räumliche Daten zu allen Sekundarschulen in Deutschland mit umfangreichen Umfragedaten zu Identitäten und Freundschaftsnetzwerken an 144 ausgewählten Schulen.

Clemens Kroneberg interpretiert die Ergebnisse so: „Dort, wo an Gymnasien kaum ethnische Vielfalt herrscht, scheint eher eine nationale Leitkultur zu dominieren. Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte tendieren hier dazu, sich stark als Deutsche(r) zu identifizieren, und dies ist auch relevant für ihre soziale Integration in der Schulklasse. Andere Schulformen und Gymnasien in Gegenden mit stärkerer Bildungsgleichheit sind dagegen eher, Schulen der Vielfalt‘, in denen die Frage der Identifikation als Deutsche(r) weniger wichtig ist.“

Die Identifikation als Deutsche(r) ist allerdings nicht nur eine Frage des lokalen Kontexts: Die Studie zeigt auch, dass muslimische Schüler*innen häufig Schwierigkeiten haben, sich als Deutsche zu fühlen – und zwar unabhängig von den ansonsten wirksamen Einflüssen des lokalen Umfelds. Dazu sagt Professor Kroneberg: „Die bisherige Forschung zeigt, dass sich muslimische Mitbürger durch die deutsche Mehrheitsgesellschaft häufiger als fremd oder nicht zugehörig wahrgenommen fühlen. Solche Grenzziehungen sind sicherlich ein Faktor, der die Identifikation erschwert. Dieser gesamtgesellschaftliche Einfluss scheint so stark zu sein, dass er den Einfluss des lokalen Schulkontexts außer Kraft setzt.“

Die Studie "More than a Sorting Machine: Ethnic Boundary Making in a Stratified School System" von Hanno Kruse und Clemens Kroneberg ist im American Journal of Sociology 

Webseite zum ERC-Projekt SOCIALBOND 

IIS - Lehrstuhl für Soziologie I

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news-18359 Mon, 09 Dec 2019 11:17:51 +0100 Financial Times Business School Ranking 2019 https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/financial-times-business-school-ranking-2019/ Universität zu Köln als beste deutsche Volluniversität bestätigt. Im aktuellen Financial Times Ranking der europäischen Business Schools 2019 belegt die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln weltweit Platz 74. Deutschlandweit betrachtet bestätigte unsere Fakultät mit dem 8. Platz den inoffiziellen Titel als beste deutsche Volluniversität. Im Dreijahresdurchschnitt hat sich die WiSo-Fakultät um einen Platz verbessert.

Am Financial Times European Business School Ranking sind über 100 Business Schools beteiligt. Es bewertet die führenden europäischen Business Schools anhand der Scores in den fünf jährlichen Hauptrankings der Financial Times (MBA, Executive MBA, Masters in Management (MiM) und zweier Executive Education Programme).

Weitere Informationen zum Ranking finden Sie auf der Seite Financial Times Rankings.

Eine Auswahl weiterer Rankingergebnisse unserer Fakultät finden Sie im Bereich "Rankings".

• WiSo-Fakultät im Financial Times European Business School Ranking 2019

 

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news-18353 Fri, 06 Dec 2019 14:41:25 +0100 Weihnachtsgeschäft: Vernetztes Einkaufen mindert den Shoppingstress https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/weihnachtsgeschaeft-vernetztes-einkaufen-mindert-den-shoppingstress/ Die Verknüpfung von stationärem Handel und Onlinemarktplätzen bietet insbesondere zur Weihnachtszeit ein verbessertes Einkaufserlebnis zeigt eine aktuelle Studie des IFH Köln. Volle Fußgängerzonen, lange Wartezeiten in den Geschäften und unklare Produktverfügbarkeiten – gerade in der Vorweihnachtszeit hat der stationäre Handel aus Kundensicht einige Nachteile. Beim Online-Shopping hingegen können unklare Liefertermine und Lieferzeiten, sowie das fehlende multisensorische Einkaufserlebnis als störend empfunden werden. Sowohl stationäres Shopping als auch der Online-Einkauf bringt aus Kundensicht mithin bestimmte Störfaktoren mit sich. Ein nachhaltig optimiertes Einkaufserlebnis verspricht daher Connected Commerce, die Verknüpfung von Onlinemarktplätzen mit stationären Geschäften.

Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie „Connected Commerce“ des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH Köln) in Zusammenarbeit mit dem Versandhändler OTTO und der ECE Projekmanagement GmbH. Im November 2019 wurden dafür 507 Konsument*innen befragt. Connected Commerce bietet die Möglichkeit, auf einem Onlinemarktplatz die Angebote von stationären Geschäften einzusehen, Produkte direkt vor Ort zu reservieren und abzuholen oder direkt aus dem Geschäft nach Hause liefern zu lassen.

Rund zwei Drittel der Befragten Konsument*innen zeigten sich an Connected Commerce interessiert. 75 Prozent bewerteten die Verbindung von Online- und Offline-Shopping als leicht verständlich und modern. „Im digitalisierten Zeitalter verlangen die veränderten Kundenbedürfnisse Reaktionen beim Handel – online und offline. Connected Commerce adressiert die gängigen Pain Points und schafft als hybrides Shoppingkonzept eine nachhaltig optimierte Customer Experience und ein vielversprechendes Kundenbindungspotenzial für Händler“, erläutert Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.

Die meisten Konsument*innen kaufen sowohl online als auch offline ein, so die IFH-Wissenschaftler. Dabei ergänzten sich beide Einkaufsarten immer mehr. 45 Prozent der stationären Käufe gehe bereits eine Onlinerecherche voraus. Diesen Trend berücksichtigend gelte es für Händler vor allem Cross-Channel-Angebote zu nutzen, um Kund*innen online und offline zu begegnen. Hier verspreche das Konzept eines anbieterübergreifenden Onlinemarktplatzes einen vielversprechenden Kundenmehrwert, um Angebote übersichtlich einzusehen und zu vergleichen.

Insbesondere für Last Minute Einkäufe in der Weihnachtszeit biete Connected Commerce attraktive Perspektiven, um den unnötigen Besuch von Geschäften oder eine verspätete Lieferung zu vermeiden. So gaben 60 Prozent der Befragten an, dass sie Connected Commerce insbesondere für einen Kauf zwei Tage vor Weihnachten nutzen würden, da sie den Vorteil mehrheitlich im zuverlässigen und rechtzeitigen Erhalt des Produktes sahen.

Ein besonders großes Marktpotenzial erschließt sich laut der IFH-Studie bei den 16 bis 29-jährigen, den sogenannten Smart Natives, die über ihr Smartphone stets erreichbar sind. Knapp 90 Prozent dieser „zukunftsweisenden Zielgruppe“ zeigten sich an Connected Commerce interessiert. Diese hohe Zustimmung der jüngeren und Smartphone-affinen Zielgruppe erfordere nach Ansicht der IFH-Wissenschaftler auch eine Reaktion auf deren Ansprüche: Insbesondere die Online Reservierung und die zentrale Abholung vor Ort im stationären Geschäft seien gerade für die – als besonders online-affin geltenden – Smart Natives weitaus wichtigere Services als für ältere Konsument*innen.

Über das IFH Köln

1929 an der Universität zu Köln gegründet, widmet sich das IFH Köln der wissenschaftlichen Forschung und ihrer Anwendung in der Managementpraxis. Auf der einen Seite steht die akademische Forschung mit internationaler Ausrichtung am Lehrstuhl für Handel und Kundenmanagement (Direktor Prof. Werner Reinartz).  Andererseits generieren das for-profitorientierte IFH und das dazugehörige E-Commerce-Center (ECC) betriebswirtschaftlich orientierte Daten, schreiben anwendungsorientierte Forschungsprojekte und wiederkehrende Studien und organisieren Branchenkonferenzen.

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news-18351 Thu, 05 Dec 2019 15:30:23 +0100 „Herausragendes Studienangebot“ https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/herausragendes-studienangebot/ CEMS MIM "Model UNFCCC" als „Outstanding Contribution“ ausgezeichnet Zum Semesterprogramm des CEMS Masters International Management der WiSo-Fakultät der Universität zu Köln gehört integral die „Model UNFCCC“, als Simulationskonferenz der UN Klimaverhandlungen. 180 Studierende aus 30 Nationen haben sich in diesem Jahr vom 10. bis 12. Mai an der Universität zu Köln getroffen, um einen Konsens zu erzielen, den weltweiten Klimawandel unter 2 Grad zu halten - wie im Pariser Klimaschutzabkommen vereinbart.

In der Rolle reeller Verhandlungsteilnehmer*innen konnten die Studierenden so in der Praxis, als Wissenschaftler*innen, Politiker*innen und Unternehmensvertreter*innen die Fähigkeiten erproben, die notwendig sind um in führenden Stellen den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen.

Beim „CEMS Annual Event“ am letzten Wochenende in Wien hat nun die CEMS Global Alliance den CEMS Model UNFCCC climate change course als herausragenden Beitrag zum CEMS MIM mit dem „Outstanding Contribution to the CEMS MIM Award“ ausgezeichnet. Wir freuen uns über die Anerkennung und danken allen Teilnehmer*innen der Konferenz im Mai und nicht zuletzt den Kolleg*innen, die dazu beigetragen haben, die Tagung zu einem lehrreichen Erfolg zu machen.

Der CEMS Masterstudiengang International Management basiert auf einer Kooperation von weltweit führenden Wirtschaftshochschulen und Universitäten mit multinationalen Unternehmen und NGOs. Er vermittelt Managementkompetenzen im internationalen Kontext. Die Klimaverhandlungssimulation wird offiziell von der Rahmenkonvention der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) unterstützt.

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news-18334 Fri, 29 Nov 2019 13:46:25 +0100 André Kaiser Visiting Fellow am CAS https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/andre-kaiser-visiting-fellow-am-cas/ Im Februar und März 2020 verstärkt WiSo-Professor André Kaiser das Münchener Center for Advanced Sciences. Die Wissenschaft ist heutzutage internationalisiert, wie kaum ein anderer gesellschaftlicher Bereich. Ein Zeichen dafür ist etwa die Übernahme des aus dem englischen Sprachraum stammenden Begriffs „Fellow“. Im deutschen bezeichnet er ein meist temporäres Ehren- oder Gastmitglied einer Wissenschaftseinrichtung. Auch das an der Münchener LMU beheimatete Center for Advanced Studies (CAS) lädt in diesem Sinne regelmäßig „international herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler“ ein, sich an seiner interdisziplinären, kooperativen Forschung zu beteiligen.

Im Februar und März 2020 wird WiSo-Professor André Kaiser Gastfellow am CAS sein. Er verstärkt die Forschungsgruppe "Exceptional Political Dynamics: Temporality, Turbulence, Transformation" ("Außergewöhnliche politische Dynamik. Zeitlichkeit, Turbulenz, Transformation") von Prof. Dr. Klaus H. Goetz.

Die Forschungsgruppe untersucht außergewöhnliche Dynamiken in politischen Machtkonstellationen, die über die Bereiche Autorität, Bürokratie, Politik und Ideen hinausgehen. Sie fragt, ob außergewöhnliche Dynamiken in der nationalen, mehrebenen- und globalen Politik immer häufiger auftreten und was ggf. die Treiber der Außergewöhnlichkeit sind.

Mit André Kaiser, beheimatet am Cologne Center for Comparative Politics (CCCP), gewinnt die Forschungsgruppe eine angesehenen Experten (nicht nur) im Bereich der vergleichenden politischen Institutionen. Seine aktuelle Forschungsagenda fokussiert u.a. auf Ursachen und Folgen der politischen Dezentralisierung sowie auf das exekutive und legislative Verhalten in parlamentarischen Demokratien in Zeiten externer Schocks. Seine Forschung wird dabei durch einen am Akteur orientierten institutionalistischen Ansatz zur Erforschung der Politik beeinflusst.

Bereits am 28. und 29. November hat Professor Kaiser am Workshop „Researching Dynamic Politics: Data, Methods, Theories“ teilgenommen, der beleuchtet hat, wie neuartige Kombinationen von Daten, Methoden und Theorien helfen können, Turbulenzen, Zeitlichkeit und Transformation zu verstehen.

• André Kaiser bei Find an Expert

• CAS-Center for Advanced Studies

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news-18331 Wed, 27 Nov 2019 17:20:36 +0100 Wussten Sie schon, dass Genossenschaften geeignete Instrumente für den Forschungstransfer darstellen können? https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/wussten-sie-schon-dass-genossenschaften-geeignete-instrumente-fuer-den-forschungstransfer-darstellen-1/ ISS-Forscher Clemens Schimmele und Johannes Blome-Drees haben ermittelt, welchen Beitrag genossenschaftliche Strategien zum Forschungstransfer leisten können. In einem Verbundprojekt mit dem Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie in Leipzig sowie dem Lehrstuhl für technologieorientiertes Unternehmertum an der RWTH-Aachen haben die ISS-Forscher Clemens Schimmele und Johannes Blome-Drees Möglichkeiten eruiert, genossenschaftliche Strategien für den Forschungstransfer nutzbar zu machen. An außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie Fraunhofer-, Max-Planck-, Leibniz- oder Helmholtz-Instituten kommt es regelmäßig zu Innovationen, deren Entwicklung zur Anwendungsreife im Rahmen der regulären Forschungsschwerpunkte der Institute nicht weiterverfolgt werden kann. Gerade in frühen Phasen des Finanzierungszyklus scheuen private Anleger häufig das Risiko, das mit der Realisierung von Potenzialen abseits des Mainstreams einhergeht. Insbesondere bei sozialen Innovationen stehen private Anleger mangels hoher Renditeaussichten vielfach nicht zur Verfügung, sodass entweder öffentliche Fördermittelgeber einspringen müssen oder aber Projekte ganz aufgegeben werden.

Um dieser Problematik zu begegnen, haben die ISS-Forscher analysiert, welchen Beitrag genossenschaftliche Modelle für die Organisation und Finanzierung von Projekten und Ausgründungen außeruniversitärer Forschungseinrichtungen leisten können. Zwar ist die Genossenschaft in der außeruniversitären Forschungslandschaft gegenwärtig eine Randerscheinung, nach der Sondierung des Themas darf indes konstatiert werden, dass dies nicht so bleiben muss. Die Genossenschaft kann auf verschiedenen Wegen potentielle Nutzer von Innovationen im Rahmen eines organisierten Netzwerks einbinden, wenn diese Nutzer die Bereitschaft zur gleichberechtigten und dauerhaften Beteiligung mitbringen und sich davon nicht nur monetäre Ausschüttungen versprechen, sondern auch und vor allem die Forschung und ihre Ergebnisse fördern bzw. nutzen wollen. Naheliegende Anwendungen sind vor allem die Auslagerung von Forschung und Entwicklung durch Unternehmen und ggf. auch die gemeinsame Verwertung oder gar Herstellung der dabei entstehenden Produkte einerseits und andererseits die Trägerschaft durch Endverbraucher von B2C-Innovationen, welche die Entwicklung von Produkten unterstützen wollen, die für sie von besonderem Wert sind. Je nach Sachlage können die Ansätze auch kombiniert und mehrere Stakeholder-Gruppen eingebunden werden. Auch reine Institutskooperationen oder genossenschaftlich verfasste Investitionsfonds sind denkbar.

• Alle Beiträge aus der Reihe "Wussten Sie schon, dass...?" finden Sie auf der Seite des Instituts für Soziologie und Sozialpsychologie (ISS)

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news-18320 Fri, 22 Nov 2019 12:33:18 +0100 Vorbildliches Gleichstellungskonzept ausgezeichnet https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/vorbildliches-gleichstellungskonzept-ausgezeichnet/ ECONtribute gemeinsamer Exzellenzcluster der Universitäten Bonn und Köln gewinnt den Jenny Gusyk Innovationspreis 2019. Soziale Belange wie Fairness, soziale Mobilität und soziale Verantwortung sollten bei der Gestaltung von Märkten berücksichtigt werden. In der Forschung von ECONtribute: Markets and Public Policy - gemeinsamer Exzellenzcluster der Universität Bonn und der Universität zu Köln - spielen diese Ziele eine große Rolle und werden systematisch in die Analyse von Anreizen, Marktmechanismen und politischen Entscheidungsprozessen integriert.

Auch in der konkreten Arbeitsorganisation schauen die Menschen von ECONtribute über den Tellerrand. So konnte sich konnte sich der Exzellenzcluster in diesem Jahr mit seiner Gleichstellungsstrategie den "Jenny Gusyk Innovationspreis“ sichern.

Das Gleichstellungskonzept von ECONtribute sei eine innovative Strukturmaßnahme im Bereich Berufungen und entfalte bereits große Strahlkraft, heißt es in der Jurybegründung. Bewusst breit gehaltene Ausschreibungen von Professuren verbänden sich mit gezielter Ansprache von Nachwuchswissenschaftlerinnen und einem Programm zur Kontaktpflege mit vielversprechenden Kandidatinnen. Damit habe ECONtribute ein beeindruckendes Gleichstellungskonzept entwickelt und setze es konsequent um. Kandidatinnen und Neuberufene können so eine Role-Model-Funktion in der WiSo-Fakultät einnehmen. Die Arbeit von ECONtribute hat Vorbildcharakter für forschungsstarke Bereiche, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, und macht Köln als attraktiven Standort für chancengerechte Wissenschaft bekannt.

Die Auszeichnung wurde im Rahmen einer Feierstunde an der Universität zu Köln an WiSo-Professor Matthias Heinz, Gleichstellungsbeauftragter von ECONtribute, übergeben. Die WiSo-Fakultät freut sich über die anspornende Auszeichnung. Explizit bedanken wir uns bei Professor Heinz für seine innovative Arbeit.

• Informationen zum Jenny Gusyk Preis

• Exzellenzcluster ECONtribute: Märkte und Public Policy

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news-18302 Mon, 18 Nov 2019 15:19:18 +0100 Universität zu Köln erneut unter den zehn besten Gründerhochschulen Deutschlands https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/universitaet-zu-koeln-erneut-unter-den-zehn-besten-gruenderhochschulen-deutschlands/ Die Universität zu Köln hat sich im „Deutschen Startup Monitor" 2019 weiter verbessert. Neues Exzellenz Start-up Center GATEWAY fördert die Gründungskultur. Bereits im zweiten Jahr in Folge gehört die Universität zu Köln zu den Top 10 der Gründungshochschulen Deutschlands. Der „Deutsche Startup Monitor 2019“ (DSM) führt die Universität auf dem siebten Platz. Der Start-up-Monitor des „Bundesverbands Deutsche Startups e. V.“ befragt knapp 2.000 Gründungsprojekte und liefert dadurch Erkenntnisse über das Start-up-Ökosystem in Deutschland. Die Studie wertet unter anderem aus, wie viele Gründer*innen über ein Hochschulstudium verfügen, an welchen Hochschulen sie dies absolviert und wo sie ihren Abschluss erworben haben. Daraus bestimmt die Studie die Top 10.

Die Top-Platzierung und die Verbesserung im Vergleich zum letzten Startup-Monitor aus dem Jahr 2018 zeigen, dass an der Universität zu Köln die Bereitschaft zum Unternehmertum unter Studierenden und Wissenschaftler*innen kontinuierlich steigt. Und es soll noch besser werden: Damit zukünftig das unternehmerische Potenzial effektiv gefördert wird, hat die Universität seit dem 1. September 2019 das Exzellenz Start-up Center GATEWAY (ESC GATEWAY) eingerichtet. Mit einer Summe von rund 23 Millionen Euro unterstützt das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW das Vorhaben für fünf Jahre.

„Wir wollen in den kommenden Jahren die fachliche Vielfalt der Gründungsprojekte steigern und Studierende für unternehmerische Kompetenzen sensibilisieren“, sagt Marc Kley, Geschäftsführer des ESC GATEWAY. Dafür wird das ESC GATEWAY eine große Bandbreite an Maßnahmen umsetzen. Unter anderem mit der Etablierung acht neuer Professuren mit konkretem Bezug auf Data Science und Entrepreneurship, einem ausgebauten Beratungsangebot sowie Scouting nach Innovationen in verschiedenen Fachbereichen will das ESC GATEWAY Interesse und Mut für Unternehmertum an der Uni Köln fördern. „Vielen Studierenden und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist oft nicht bewusst, dass eine Unternehmensgründung eine echte Karriereoption sein kann“, erklärt Marc Kley. „Das wollen wir ändern und dazu beitragen, dass Köln und die umliegende Region zum Innovationsstandort wird.“

Der DSM 2019 ist die inzwischen siebte Studie, die aus der seit 2013 jährlich durchgeführten Onlinebefragung von Start-ups in ganz Deutschland resultiert. Seit 2016 wird die Studie durch den Lehrstuhl für E-Business und E-Entrepreneurship der Universität Duisburg-Essen wissenschaftlich begleitet und durchgeführt.

• Auswahl von Startups von Student*innen und Alumni der WiSo-Fakultät

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news-18295 Fri, 15 Nov 2019 16:35:38 +0100 2000er Jahrgänge: "Es liegt an uns, die Klimakrise zu beenden" https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/2000er-jahrgaenge-es-liegt-an-uns-die-klimakrise-zu-beenden/ Mehr als die Hälfte der jüngsten Absolventengeneration ist zuversichtlich, dass die Menschheit eine Lösung für den Klimawandel finden kann. Die Generation "Millennial" glaubt, dass die Zukunft des Planeten in ihren Händen liegt. So lautet der Kernbefund einer aktuellen Umfrage unter den Angehörigen der jüngsten Master-Absolventen-Generation in 40 Ländern.

Die von der CEMS, der Global Alliance in Management Education, deren akademisches Mitglied die Universität zu Köln ist, durchgeführte internationale Umfrage ergab, dass 80 % der jungen Menschen - die meisten Mitte bis Ende zwanzig - glauben, dass ihrer Generation die Verantwortung zufallen wird, die Lösung für den Klimawandel zu finden.

Von den 333 Befragten, von denen viele auf dem Sprung stehen, Führungskräften und Unternehmer*innen zu werden, waren mehr als die Hälfte (51%) zuversichtlich, dass die Menschen eine Lösung für das Problem finden werden. Dagegen zeigten sich 49% in dieser Frage skeptisch, was eine globale Atmosphäre der Unsicherheit widerspiegelt.

"In den letzten Monaten haben Jugendliche, Schüler und Studenten, nicht zuletzt in der Bewegung „Fridays for Future“ lautstark ihre Stimme gegen die Klimakrise erhoben. Die jungen Menschen wollen nicht den Status quo beibehalten, sondern setzen auf aktive Veränderungen und sind bereit, konkrete Verantwortung zu übernehmen, um unseren Planeten weiterhin lebenswert zu halten. Wir unterstützen nachdrücklich alle konstruktiven Bemühungen in diese Richtung.“, betont Marc Fischer, Akademischer Direktor & Professor an der Universität zu Köln, angesichts der Umfrage-Ergebnisse.

Professor Greg Whitwell, Vorsitzender der CEMS Global Alliance und Dekan der University of Sydney Business School, kommentiert: "Die Absolventen verstehen, dass der Klimawandel nicht nur ein Umweltaspekt ist".

"Sie wissen, dass Unternehmen und Regierungen zusammenarbeiten müssen, um das Überleben des Planeten zu sichern", so Professor Whitwell weiter. "Sie glauben, dass ihre Generation gefordert sein wird, die Veränderer zu sein, und nehmen diese Verantwortung nicht auf die leichte Schulter", zeigt er sich überzeugt

CEMS ist ein Verbund der 32 weltweit führenden Business Schools, 70 Unternehmenspartnern und sieben NGOs, die die CEMS Master's in International Management (MIM) anbieten. Das CEMS-Programm wird an der Universität zu Köln im Rahmen des Master of Science International Management angeboten. Laut dem aktuellen Financial Times Masters in Management Ranking (2019) ist es die beste internationale Managementausbildung in Deutschland.

"Bei CEMS engagieren wir uns der Vorbereitung zukünftiger Führungskräfte, die nicht nur mit der Leidenschaft und dem Wissen ausgestattet sind, das für den Umgang mit dem Klimawandel erforderlich ist, sondern auch mit den Fähigkeiten, die erforderlich sind, um Organisationen von innen heraus zu verändern", so Professor Whitwell. "Überall auf der Welt sehen wir unsere Absolventen, die ihr Engagement für Umwelt und Nachhaltigkeit vom Klassenzimmer bis in die Geschäftswelt tragen, als transformative Führungskräfte und Unternehmer."

Es sei entscheidend, dass Unternehmen und Regierungen auf die Ambitionen dieser jungen Menschen eingehen, wenn sie die Zukunft des Planeten sichern wollten, sagte Professor Whitwell. "Wer ist besser als die zukünftige Generation von Führungskräften mit ihrer energiegeladenen Einstellung, solche enormen Herausforderungen in Lösungen umzusetzen?"

Bekenntnis zum Klimaschutz

Ein Beispiel für das Engagement der CEMS-Absolventen für Klimaschutz bildet Plan A, 2017 gegründet von Lubomila Jordanova, Absolventin der CEMS an der London School of Economics.
Plan A ist eine datengesteuerte Plattform, die künstliche Intelligenz einsetzt, um weltweit Gebiete zu identifizieren, die am anfälligsten für den Klimawandel sind, und eine Software, die Unternehmen bei der Überwachung, Kompensation und Reduzierung ihres CO2-Fußabdrucks unterstützt.

Lubomila kommentierte die Umfrageergebnisse wie folgt: "Die Klimakrise ist das Ergebnis einer Geschichte der Missachtung des Planeten und der Erschöpfung seiner Ressourcen".
"Jetzt steht unsere Generation vor der Reaktion der Natur auf dieses Verhalten und kann die Krise nur durch einen kooperativen Ansatz wirksam angehen, der Unternehmen, Einzelpersonen, Wissenschaftler, NGOs und Regierungen dazu bringt, zusammenzuarbeiten", sagte Lubomila.

Bekämpfung des Klimawandels durch globale Wirtschaftsausbildung

Die Fakultätsgruppe CEMS Business and the Environment, die allen Mitgliedsschulen offen steht, wurde Mitte der 90er Jahre mit dem Ziel gegründet, die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen der Beziehung zwischen Wirtschaft und natürlicher Umwelt zu erforschen und zu vermitteln. Die Mitglieder verfügen über eine breite Palette von Fachgebieten (einschließlich Management und Wirtschaft, Chemie, Biologie, Mathematik), was es ihnen ermöglicht hat, neue Wege zu entwickeln und umzusetzen, um Umweltfragen in die allgemeine Wirtschaftsausbildung einzubringen. 

Aus dieser Fakultätsgruppe sind innovative Initiativen hervorgegangen, wie die Model UNFCCC Simulation, der Höhepunkt eines semesterlangen Programms zur Klimapolitik, das an CEMS-Schulen in ganz Europa stattfindet. Im Mai trafen sich 180 MIM-Studierende aus 30 Nationen an der Universität zu Köln zur Simulation 2019.

Während der Veranstaltung wurden den Studierenden Rollen zugewiesen, die sich an denen der Teilnehmer*innen an den eigentlichen Verhandlungen orientieren, und sie arbeiteten intensiv daran, einen Konsens über ehrgeizige Strategien zur Umsetzung des globalen Ziels zu erreichen, den Klimawandel unter 2 Grad zu halten.

• Weitere Informationen zum CEMS Master International Management an der WiSo-Fakultät

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news-18273 Mon, 11 Nov 2019 11:22:06 +0100 Viele Steuervergünstigungen verfehlen ihr Ziel https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/viele-steuerverguenstigungen-verfehlen-ihr-ziel/ Wissenschaftlerteam unter Federführung des FiFo Köln evaluiert 33 Steuervergünstigungen. Steuervergünstigungen in Milliardenhöhe sind nicht wirksam und könnten abgeschafft werden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von FiFo Köln, ZEW Mannheim, ifo Institut und Fraunhofer FIT. Die vier Forschungsinstitute haben für das Bundesfinanzministerium insgesamt 33 staatliche Steuervergünstigungen im Umfang von mit 7,4 Milliarden Euro bewertet.

„Die Mehrheit der überprüften Steuervergünstigungen schneidet nur mittelmäßig ab. Immerhin zehn Maßnahmen von zusammen 1,8 Milliarden Euro pro Jahr sind so schwach, dass sie dringend angepasst oder gleich abgeschafft werden sollten“, sagt Michael Thöne, Leiter des Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstituts an der Universität zu Köln, das die Evaluierung geleitet hat.

Dazu zählen hauptsächlich Ermäßigungen und Befreiungen bei Energie- und Stromsteuer. „Aber Licht und Schatten liegen dicht beieinander. Gerade bei diesen Abgaben haben wir auch große Vergünstigungen, die weiterhin unverzichtbar sind“, fügt Thöne hinzu.

Die Untersuchungen zu Wirksamkeit, Relevanz, Nachhaltigkeit und Transparenz der 33 sehr unterschiedlichen Vergünstigungsregeln in der Einkommen- und Kfz-Steuer sowie in Energie- und Stromsteuer zeigen, wie entscheidend regelmäßige Evaluierungen für eine Politik sind, die mehr und mehr evidenzbasiert und ergebnisorientiert arbeiten will.

„Für eine nachhaltig finanzierbare Klimapolitik sollte in Zukunft auf eine zielgenauere, das heißt engere Ausgestaltung bei den gewährten Vergünstigungen geachtet werden“, sagt ZEW-Ökonomin Daniela Steinbrenner.

„Bei den Steuervergünstigungen im Bereich der Einkommensteuer für die Gewerbliche Wirtschaft stehen die Ziele und Wirkungen der einzelnen Instrumente leider nur selten im Einklang“, sagt Florian Neumeier vom ifo Institut. „Die meisten der gewährten Vergünstigungen verfehlen ihre Absicht oder führen gar zu Mitnahmeeffekten.“

Für alle Steuervergünstigungen hat das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (Fraunhofer FIT) die Quantifizierung der Einnahmenverluste für die öffentlichen Haushalte übernommen. „Die ermittelten Steuermindereinnahmen der Einzelmaßnahmen liegen zwischen knapp einer Million und deutlich mehr als einer Milliarde Euro im Jahr“, er läutert Sven Stöwhase, Leiter des Quantifizierungsteams beim FIT: „Von ganz klein bis ganz groß – mit teils sehr unterschiedlichen Zahlen an direkt von der Vergünstigung erreichten Personen und Unternehmen: Eine solide Quantifizierung bildet den zentralen Maßstab für die politische Würdigung. Sie erlaubt es allen Bürgerinnen und Bürgern für sich festzuhalten, ob die Ergebnisse auch das aufgewandte Steuergeld wert sind.“

Die genannten Beispiele bieten nur einen Ausschnitt. Die vielfältigen Ziele der evaluierten Vergünstigungen liegen vor allem in den Bereichen Klimaschutz, internationale Wettbewerbsfähigkeit, Wohnungsbau, Kultur- und Denkmalschutz, Vermögensteilhabe und Mitarbeiterkapitalbeteiligung, Förderung des öffentlichen Verkehrs, der Landwirtschaft und des Schiffsverkehrs.

Die Forschungsergebnisse bieten über ein einheitliches Bewertungssystem („Scoring“) und mittels kurzer Subventionskennblätter – trotz der über 1000 Seiten – einen schnellen Zugang zu einem reichen Fundus von Erkenntnissen und instrumentellen Anregungen zu vielen Politikfeldern. Die Ergebnisse der Evaluierungen sind in einem gemeinsamen Ergebnisband zusammengeführt. Dort und in den fünf Teilberichten A bis E wird zudem die Evaluierung jeder einzelnen der 33 Steuervergünstigungen auf einem einheitlichen, zwei- bis dreiseitigen Subventionskennblatt dargestellt.

• Der Ergebnisüberblick und die Teilberichte stehen zum kostenlosen Download auf der Webseite des FiFo bereit

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news-18254 Mon, 04 Nov 2019 13:29:21 +0100 Was brachte die erste Krankenversicherung? https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/was-brachte-die-erste-krankenversicherung/ Ökonometrische Studie beleuchtet Bismarcks Krankenversicherung und ihre historische Auswirkung auf die Sterblichkeit. Wer krank ist, geht zum Arzt, wird behandelt und lässt sich wenn nötig krankschreiben, bis die Gesundheit wiederhergestellt ist. Die Krankenversicherung macht es möglich und ist als Teil des Sozialsystems in Deutschland heute eine Selbstverständlichkeit. Auch in vielen anderen Ländern bestehen Krankenversicherungssysteme, die in Grundzügen auf dem von Otto von Bismarck 1884 im deutschen Reich eingeführten Modell beruhen.

Welchen Erfolg die bismarckschen Maßnahmen auf die Gesundheitsversorgung der Arbeiter hatten, ist eine erstaunlich umstrittene und auch heute noch aktuelle Frage, insbesondere deshalb, weil zum Zeitpunkt ihrer Einführung nur wenige Krankheiten medikamentös behandelt werden konnten. In vielen Entwicklungsländern wird derzeit über die Einführung einer gesetzlichen Krankenversicherung diskutiert. Auch da, wo ein System existiert, stehen die konkrete Ausgestaltung und ein eventueller Reformbedarf immer wieder im Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit.

Welche Konsequenzen die Einführung der weltweit ersten gesetzlichen Krankenversicherung für die Gesundheit der Arbeiter in Preußen hatte, haben Professor Stefan Bauernschuster (Universität Passau), Anastasia Driva (Swiss Re) und Professor Erik Hornung vom Center for Macroeconomic Research in einer Studie untersucht, die in Kürze im Journal of the European Economic Association erscheint. Ihr ökonometrischer Ansatz stützt sich auf administrative Sterblichkeitsdaten der preußischen Regierungsbezirke und Landkreise aus den Jahren von 1875 bis 1904.
Bereits in diesem Zeitraum wies das statistische Amt in Preußen Sterblichkeitszahlen nach Berufsgruppen aus. Kombiniert mit Daten aus Berufs- und Bevölkerungszählungen im Deutschen Reich konnten Bauernschuster, Driva und Hornung damit berufsspezifische Sterblichkeitszahlen berechnen. Den Umstand, dass die Pflichtversicherung 1884 nur für Arbeiter eingeführt wurde, während andere Berufsgruppen wie Beamte ausgenommen waren, nutzten die Autoren geschickt. Sie nutzen die Einführung der Krankenversicherung gewissermaßen als ein natürliches Experiment mit einer Behandlungsgruppe (Arbeiter) und Kontrollgruppe.

In der Analyse zeigte sich, dass die Krankenversicherung der Arbeiter schon bald nach 1884 ein deutliches Absinken der Sterblichkeit verursachte, bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bis zu elf Prozent. Die Autoren können zudem Ausschließen, dass die Veränderung der Sterblichkeit durch eine gleichzeitige Verbesserung der Sanitärinfrastruktur oder Veränderung der Urbanisierung verursacht wurde. Die Krankenversicherung reduzierte die Sterblichkeit im durchschnittlichen Landkreis um 0,83 Todesfälle pro 1000 Einwohner, was ca. 16,5% des gesamten Sterblichkeitsrückgangs im Untersuchungszeitraum erklärt.
Weitere Untersuchungen der Todesursachen und der Ausgabenstruktur von Krankenkassen ergaben, dass der Rückgang besonders durch eine geringere Zahl von Infektionskrankheiten, speziell der Tuberkulose, zur Abnahme der Sterblichkeit führte. Dieser Rückgang war besonders stark mit höheren Ausgaben für Arztbesuche verbunden, wohingegen ein direkter Effekt der Zahlung von Krankengeld nicht nachzuweisen ist. Dementsprechend schließen die Autoren, dass die Krankenversicherung durch die Vorbeugung von Infektionskrankheiten wirkte, wohingegen die Stabilisierung des Einkommens während Krankheitsepisoden keine unmittelbare Auswirkung hatte.

Der entscheidende Effekt bei der Sterblichkeitsreduzierung liegt mithin, schließen Bauernschuster, Driva und Hornung, in der Verbreitung neuen Wissens über Hygiene durch Ärzte. Die Krankenversicherung erleichterte einer unter schlechten hygienischen Bedingungen lebenden Bevölkerungsschicht den Zugang zu Informationen über Infektionskrankheiten. In heutigen Entwicklungsländern könnte die Verfügbarkeit von Informationen zur Übertragung von Infektionskrankheit ebenso wichtig sein, insbesondere in Zeiten von Ebola und ähnlichen Infektionskrankheiten.

• Die Studie ist im Journal of the European Economic Association aufrufbar.

• Find an Expert-Seite von Prof. Dr. Erik Hornung

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news-18232 Thu, 31 Oct 2019 08:52:35 +0100 Glück - Säkularisierung oder Wiederkehr der Religion? https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/glueck-saekularisierung-oder-wiederkehr-der-religion/ Öffentlicher Vortrag von Prof. em. Dr. Heiner Meulemann Eine einfache Antwort auf die Frage was glücklich macht, kann WiSo-Bildungssoziologe Professor em. Dr. Heiner Meulemann (im aktuellen FAZ-Interview) auch nicht geben. Seriös kann diese Frage wohl niemand abschließend beantworten, aber wer über 40 Jahre zu Lebensläufen und Wertewandel forscht, verfügt über eine Expertise, die ihn zu einer gefragten Autorität auf seinem Gebiet macht.

Nicht zuletzt besitzt Professor Meulemann eine herausragende Langzeitdateneinsicht zum Wandel der politischen und sozialen Einstellungen in den europäischen Ländern. Hinsichtlich des persönlichen Glücks etwa, scheint es so, wie er im oben genannten Interview beschreibt, dass Menschen für ihren Erfolg im Leben internale Faktoren wie Fleiß und Anstrengung für wichtiger halten als externale wie Glück oder Elternhaus, und dass diese Einstellung über 40 Jahre hinweg auch stabil bleibt.

Es steht mithin ein interessanter Vortrag zu erwarten, wenn Heiner Meulemann am 6. November 2019 über „Säkularisierung oder Wiederkehr der Religion in Deutschland, Europa und anderswo“ referieren wird. Wie der Rückgang der Religiosität sich zwischen Konfessionen unterscheidet, wie er durch die Folge immer weniger religiöser Generation erklärt werden kann, wo es keine Säkularisierung, sondern eine Wiederkehr der Religion gibt, und was an die Stelle der rückläufigen Religiosität treten kann – das sind dieFragen, die der Vortrag klären wird und welche die Soziologie zu einer spannenden Wissenschaft machen.

Die Vorlesung ist Bestandteil der öffentlichen Vortragsreihe „100 Jahre Soziologie“. Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsdaten:
„Säkularisierung oder Wiederkehr der Religion in Deutschland, Europa und anderswo“
(„100 Jahre Soziologie“ Vortragsreihe – Gesellschaft verstehen – Aktuelle Forschung aus dem Institut für Soziologie und Sozialpsychologie)
Prof. em. Dr. Heiner Meulemann
6. November 2019, von 18:00 – 19:30 Uhr
Hörsaal B (Hörsaalgebäude, Universitätsstraße 35, 50931 Köln)

• Weitere Informationen zum Vortrag von Prof. em Dr. Heiner Meulemann

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news-18225 Tue, 29 Oct 2019 11:20:43 +0100 Financial Times Masters in Management Ranking 2019: CEMS-Programm weiterhin deutschlandweit auf Platz 1 https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/financial-times-masters-in-management-ranking-2019-cems-programm-weiterhin-deutschlandweit-auf-plat/ Im diesjährigen Masters in Management Ranking der Financial Times hat die WiSo-Fakultät zwei Erfolgsmeldungen zu verzeichnen: Weltweit betrachtet hat sich der Master in Business Administration von Platz 63 auf 60 verbessert – seit 2015 die beste Positionierung. Innerhalb Deutschlands sind wir nun auf Platz acht – somit wie die letzten Jahre erneut unter den Top10.

Auch das CEMS-Programm performt weiterhin deutschlandweit als Spitzenreiter im Bereich der International Management Education. Das gesamte Ranking mit den jeweiligen Unterrubriken finden Sie unter http://rankings.ft.com/businessschoolrankings/masters-in-management-2019.

• Informationen zum Financial Times Ranking „Masters in Management 2019“ (WiSo-Fakultät)

• Master in International Management (CEMS MIM)

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news-18220 Fri, 25 Oct 2019 13:17:26 +0200 Bernhard Düttmann übernimmt Vorstandsvorsitz bei Ceconomy https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/bernhard-duettmann-uebernimmt-vorstandsvorsitz-bei-ceconomy/ Aufsichtsrat bestellt WiSo-Lehrbeauftragten zum CEO Dr. Bernhard Düttmann gehört zu den bekanntesten Managern Deutschlands. Als Vorstandsmitglied (CFO) der Beiersdorf AG und (als CEO) der LANXESS AG hat er bereits zweimal Unternehmen in den DAX geführt. Im Laufe seiner Karriere konnte sich der ausgewiesene Finanzfachmann überdies (unter anderem) auf den Feldern Human Resources, Interkulturelles Management und Organisationsentwicklung bewähren.

Der WiSo-Fakultät ist Bernhard Düttmann nicht nur als Redner verbunden geblieben. Seit 2015 leitet er regelmäßig Praxisseminare für Masterstudierende (Business Projects Masterkurse) in den Bereichen Supply Chain Management und Corporate Development. Ebenso wie mit seiner ehemaligen Tätigkeit im Advisory Board unterstützt er damit die enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis.

Seit dem 17. Oktober hat Bernhard Düttmann nun den Chefsessel bei der Düsseldorfer Ceconomy AG – bekannt vor allem als Muttergesellschaft der Elektronikhandelsketten Media Markt und Saturn - übernommen. In einer außerordentlichen Sitzung bestellte der Aufsichtsrat Dr. Bernhard Düttmann, Mitglied des Aufsichtsrats, für die Dauer von zwölf Monaten zum Vorsitzenden des Vorstands (CEO). Zugleich wurde er zudem Arbeitsdirektor des Konzerns und verantwortet neben Personal die Strategie des Konzerns.

Wir gratulieren ihm zu seiner neuen, herausfordernden und verantwortungsvollen Aufgabe und freuen uns für unsere Masterstudierenden im Rahmen der Business Projects Seminare auf einen spannenden Austausch aus der Praxis.

• CV von Dr. Bernhard Düttmann (WiSo-Supply Chain Management Area)

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news-18018 Tue, 17 Sep 2019 13:28:00 +0200 Wir gratulieren Prof. Dr. Andreas Fügener https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/wir-gratulieren-prof-dr-andreas-fuegener/ Neuer Professor für Supply Chain Management berufen Die WiSo-Fakultät begrüßt Professor Dr. Andreas Fügener als neuen Professor für Digital Supply Chain Management. Professor Fügener ist für die Fakultät beileibe kein Unbekannter.  Seit 2016 war er bereits als Juniorprofessor für Supply Chain Management tätig. Für die WiSo-Fakultät gratulierte Dekan Ulrich W. Thonemann, selbst Seminardirektor am Department seinem Kollegen.

Auch in der Universitätsöffentlichkeit kennen viele Herrn Fügener von der multimedialen Onlinevorlesung „Einführung in die Betriebswirtschaftslehre“, im Rahmen des Studium Integrale – mit über tausend Hörern in den letzten vier Semestern eine innovative und erfolgreiche Lehrveranstaltung.

Vor seiner Kölner Zeit sammelte Andreas Fügener, der an der TU München promovierte, bereits Lehr- und Forschungserfahrung am Augsburger Lehrstuhl für Health Care Operations/Health Information Management. Seine Forschungsschwerpunkte sind Kapazitätsprobleme im Gesundheitswesen (insbesondere Personalplanung) und verhaltenswissenschaftliche Aspekte im Operations Management.

Einige Jahre war er zudem in der Unternehmensberatung tätig. Praxisbezug zeigt auch seine Forschung, so war er Finalist beim Euro Excellence in Practice Award 2016.

• Andreas Fügener in Find an Expert

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news-18009 Fri, 13 Sep 2019 14:46:55 +0200 Innovationsmanagement-Studie prämiert https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/innovationsmanagement-studie-praemiert/ Wir gratulieren Fabian J. Sting zum Jürgen Hauschildt Preis 2019! „Ausgezeichnet werden empirische Arbeiten zum Innovationsmanagement von exzellenter wissenschaftlicher Qualität, die sich mit einer relevanten Problemstellung befassen.“ So steht es in den Ausschreibungskriterien zum Jürgen Hauschildt Preis, mit dem der Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB) jedes Jahr im Herbst die „beste wissenschaftliche Publikation zum empirisch fundierten Innovationsmanagement“ auszeichnet.

Über die Anerkennung durch die Kollegen freuen darf sich in diesem Jahr Prof. Dr. Fabian J. Sting, von der Supply Chain Management Area der WiSo-Fakultät, für die gemeinsam mit Prof. Dr. Christoph Fuchs und Prof. Dr. Oliver Alexy von der TU München, sowie Dr. Maik Schlickel (Nobilia GmbH, Gütersloh) veröffentlichte Arbeit: The Ideator’s Bias: How Identity-induced Self-efficacy Drives Overestimation in Employee-driven Process Innovation (Die Voreingenommenheit des Ideengebers: Wie identitätsinduzierte Selbstwirksamkeit zu Überschätzungen bei mitarbeitergetriebener Prozessinnovation führt).

In ihrer Studie untersuchten die Wissenschaftler, ob sich Ideengeber (Ideatoren) in der Praxis bei der Einschätzung der eigenen Innovationsidee systematisch irren und warum bestimmte Ideen anfälliger für verzerrte Einschätzungen sind als andere.

Verzerrte Ideenbewertungen hängen mit der Selbstwirksamkeit zusammen, die ein Ideengeber innerhalb eines Unternehmens aus seiner spezifischen Rolle und Identität ableiten kann. Es ist mithin eine situationsspezifische Perspektive, aus der Überbewertungen von Innovationsideen resultieren. Diese Perspektive überprüften Prof. Sting und seine Kollegen anhand eines Datensatzes eines Unternehmens über mitarbeitergetriebene Prozessinnovationen. Darüber hinaus triangulierten sie den Mechanismus mit Hilfe einer Reihe von zusätzlichen Interviews und vier szenarienbasierten Experimenten. Es zeigte sich, dass Ideen von Mitarbeitern auf einer höheren (gegenüber niedrigeren) Organisationsebene und von Mitarbeitern, die Ideen in Gruppen (gegenüber individuell) erzeugen, anfälliger für Überschätzung sind.

Für Unternehmen und Organisationen haben diese Erkenntnisse wichtige Implikationen. In der Praxis wird es auf Basis der Erkenntnisse leichter zu prognostizieren, wann Ideen überschätzt werden und wie hoch diese Überschätzung ist. Zugleich mahnen die Ergebnisse deutlich zur Vorsicht bei der Voreinschätzung von potenzialstarken Ideen (beispielsweise von Gruppen deren Kreativität ohnehin überschätzt wird), denn das Erfassen des wahren Wertes von Ideen ist entscheidend für den Innovationserfolg von Unternehmen.

WiSo-Dekan Ulrich W. Thonemann gratulierte Professor Sting und auch die gesamte WiSo-Fakultät freut sich über die Auswahl der Studie zur „besten wissenschaftlichen Publikation des Jahres zum empirisch fundierten Innovationsmanagement“.

• Die Studie ist im Academy of Management Journal veröffentlicht (engl.)
• Find an Expert-Seite von Professor Dr. Fabian J. Sting

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news-18007 Thu, 12 Sep 2019 14:13:04 +0200 "Ein starker Händedruck schadet nie" https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/ein-starker-haendedruck-schadet-nie/ WiSo-Alumna Diana zur Löwen im Interview Seit 2012 als Influencerin mit den Schwerpunktthemen Mode, Beauty und Lifestyle erfolgreich, ist WiSo-Alumna Diana zur Löwen (Bachelor BWL) zuletzt auch durch ihren Einsatz für die Themen Women-Empowerment und  "Europa" aufgefallen. Lorraine Hoffmann sprach für uns mit Diana über ihr Engagement und über ihr Studium an der Universität zu Köln.

Das ganze Interview gibt es auf unseren Alumni-Seiten

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news-17997 Tue, 10 Sep 2019 11:33:08 +0200 Prof. Dr. Rainer Minz gewürdigt https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/prof-dr-rainer-minz-gewuerdigt/ WiSo-Dekan Ulrich W. Thonemann verleiht Honorarprofessur an Dr. Rainer Minz Wir gratulieren herzlich: Am 8. August 2019 berief die Universität zu Köln Herrn Dr. Rainer Minz als Honorarprofessor an die WiSo-Fakultät.

Seit über 30 Jahren engagiert sich Rainer Minz für die Fakultät. Zunächst, nach seiner Promotion im Wintersemester 1987, für fünf Jahre als Lehrbeauftragter der Universität zu Köln. Mit seinem Eintritt als Manager bei der Boston Consulting Group (BCG) im Jahr 1991 unterbrach er diese Tätigkeit vorerst.

Nach 25 Jahren erfolgreicher Tätigkeit verließ er im April 2015 als Senior Partner die BCG. Der globalen Unternehmensberatung weiterhin als Senior Advisor verbunden, konnte Rainer Minz nun an seine Alma Mater zurückkehren, um den Lehrauftrag an der Wiso-Fakultät wieder zu reaktivieren.

Im Oktober 2017 übernahm er zusätzlich die Rolle als Rektoratsbeauftragter für Alumni, Fundraising und Transfer. In dieser Funktion hat er in den letzten Jahren für unsere Universität beachtliche Erfolge erzielt. Unsere Alumni-Mitgliederzahl ist seitdem um rund 4.000 auf inzwischen über 60.000 angewachsen.

Im Fundraising war Rainer Minz maßgeblich an der Gründung der neuen Kölner Universitätsstiftung beteiligt, die inzwischen ein Spendenvolumen von rund 40 Millionen Euro verzeichnen kann. Maßgeblich war er an der Ausrichtung der Transferstrategie in Richtung auf die Gründung von Startups durch Studierende und Doktoranden beteiligt. So eröffnete die Universität im Jahre 2015 ihren Inkubator „Gateway“, war 2016 Mitgründerin des Digitalhub Cologne und 2017 des InsurLab Germany. Im Januar 2019 erhielt die Universität zu Köln als „Excellence Startup Cluster NRW“ eine Förderzusage von rund 25 Millionen Euro, verteilt über fünf Jahre von NRW-Innovationsminister Andreas Pinkwart. Damit ist die Universität zu Köln und insbesondere die WiSo-Fakultät zu einem wesentlichen Faktor im boomenden Kölner Startup-Ökosystem geworden.

Folgerichtig verschob Rainer Minz auch seine Lehrtätigkeit vom Thema Wirtschaftsprüfung hin zu Strategic Management und Entrepreneurship Mit diesen Themen ist er heute sowohl für den neuen Stiftungslehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbes. Managementlehre für Nicht-Wirtschaftswissenschaftler (Prof. Schwens) tätig als auch für die Executive Business School.

Auf Initiative der Universität wurde Dr. Rainer Minz nun nach rund 10-jähriger Lehrtätigkeit für eine Honorarprofessur vorgeschlagen. Der Titel wurde ihm offiziell in der Universität vom Dekan der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät, Herrn Prof. Dr. Ulrich Thonemann am 3. September 2019 verliehen. "Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung und bedanke mich ganz herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen", so der frisch ernannte Prof. Dr. Rainer Minz.

Master-Studierende können die in Englisch gehaltenen Kurse von Prof. Minz in der Business School (Wintersemester) und als Business Project-Kurs mit der Bezeichnung „Build your own Business“ im Sommersemester besuchen. "Es ist bereichernd, den jungen Leuten, die heute auch in Unternehmen notwendigen Entrepreneurship-Fähigkeiten zu vermitteln“, so Prof. Dr. Rainer Minz. „So unterstützen wir gezielt das Kölner Startup-Ökosystem und können uns von anderen Universitäten differenzieren".

• CV von Prof. Dr. Rainer Minz (Kölner Universitätsstiftung)

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news-17994 Mon, 09 Sep 2019 12:55:33 +0200 Neu an der WiSo-Fakultät: Jun. Prof. Francesco Giovanardi https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/neu-an-der-wiso-fakultaet-jun-prof-francesco-giovanardi/ Dekan Ulrich W. Thonemann begrüßt neues Fakultätsmitglied Die WiSo-Fakultät freut sich über Zuwachs. Seit 1. September ist Professor Francesco Giovanardi zum Juniorprofessor am Center for Macroeconomic Research (CMR) berufen. Neben dem CMR wird Francesco Giovanardi den Exzellenzcluster ECONtribute unterstützen. Dekan Ulrich W. Thonemann hieß den neuen Professor an der WiSo-Fakultät willkommen.

Die bisherigen Forschungsinteressen von Professor Giovanardi, der seinen Doktortitel im Jahr 2013 an der Università Commerciale Luigi Bocconi in Mailand erworben hat, liegen in den Feldern angewandter Makroökonomie mit speziellem Fokus auf Geldwirtschaft und Zeitreihen-Ökonometrie.

Laufend hat Herr Giovanardi Lehrveranstaltungen für Doktoranden und Masterstudenten an der Bocconi Universität und der Universität Mailand abgehalten und kann so bereits auf einige Lehrerfahrung zurückblicken. Durch außeruniversitäre Tätigkeiten darunter ein Aufenthalt bei der Europäischen Zentralbank in Frankfurt, hat er bereits Erfahrungen in der „Praxis“ gesammelt, die seine Forschungen auch an der WiSo-Fakultät bereichern können.

Wir freuen uns sehr, Professor Giovanardi an der WiSo-Fakultät begrüßen zu dürfen und wünschen ihm einen guten Start!

• Find an Expert-Seite von Jun. Prof. Francesco Giovanardi

 

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news-17981 Wed, 04 Sep 2019 14:02:00 +0200 Gender Pay Gap (schon) in den Lohnerwartungen https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/gender-pay-gap-schon-in-den-lohnerwartungen/ Neue Studie beleuchtet die Lohnlücke in den Köpfen. Schon vor dem Abschluss ihres Studiums rechnen junge Frauen mit einem deutlich niedrigeren Einkommen als ihre männlichen Kommilitonen und diese Erwartungen haben deutliche Auswirkungen auf ihren tatsächlichen, späteren Verdienst. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forschungsteam um die WiSo-Professorin Pia Pinger in einer aktuellen Untersuchung.

Rechnen Studentinnen im Durchschnitt mit einem Einstiegsgehalt von rund 33.400 Euro, erwarten männliche Absolventen mit knapp über 39.000 Euro deutlich höhere Summen. Das Gefälle bei den Lohnerwartungen kommt damit den realen Lohnunterschieden überraschend nah. Für ihre Untersuchung werteten die Forscher Angaben von 15.348 Studierenden und 1.155 Absolventen aus.

Entsprechend der realen Lohnlücke gehen auch die unterschiedlichen Lohnerwartungen über den Karriereverlauf hinweg schon vor Abschluss des Studiums auseinander. Männer rechnen demnach im Durchschnitt damit, bereits nach neunjähriger Berufstätigkeit fast jenes Gehalt zu erreichen das Frauen als Höchstlohn ihrer gesamten Karriere erwarten (49.000 Euro bei den männlichen gegen 51.000 Euro bei den weiblichen Studierenden).
Die niedrigeren Einkommenserwartungen von Frauen zeigten sich in der Untersuchung nahezu unabhängig vom Studienfach. Das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten spielt ebenso wenig Rolle, wie die Beobachtung des realen Arbeitsmarktes.

Neben der Auswahl von Berufen und Branchen bieten vielmehr, darauf deuten die Untersuchungsergebnisse hin, unterschiedliche Verhandlungsstile von Männern und Frauen eine stärkere Erklärung für die realen Lohnunterschiede. Wenn Frauen niedrigere Löhne erwarteten, planten sie Gehaltsforderungen zu stellen, die näher an ihrem Reservationslohn lagen. Dagegen hätten männliche Studenten mit ihren höheren Anfangsforderungen zugleich einen größeren Verhandlungsspielraum. Der mutigere Verhandlungsstil männlicher Berufseinsteiger zahle sich in den erwarteten Verhandlungsergebnissen aus.

Gezielte Verhandlungstrainings für Frauen könnten mithin nach Meinung der Wissenschaftler ein Mittel sein, die Lohnlücke in den Köpfen und in der Realität zu schließen. Erfolgversprechender als Frauen in Männerberufe zu bringen, sei darüber hinaus, die Aufklärung über das reale Lohngefälle und die Karrierekosten der Familiengründung voranzutreiben. Nicht zuletzt könnte dies junge Frauen dazu motivieren, über eine gleichmäßigere Verteilung der Kindererziehungszeiten innerhalb des Haushalts zu verhandeln, denn es sind offenbar die Erwartungen, welche die Realität bestimmen, stärker als umgekehrt.

IZA working paper No. 12522: Gender Differences in Wage Expectations: Sorting, Children, and Negotiation Styles

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news-17964 Thu, 29 Aug 2019 09:49:12 +0200 Willkommen Jun. Prof. Dr. Chitralekha Basu! https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/willkommen-jun-prof-dr-chitralekha-basu/ Dekan Ulrich W. Thonemann heißt neue Juniorprofessorin an der WiSo-Fakultät willkommen Seit dem 1. September 2019 gehört Prof. Dr. Chitralekha Basu offiziell zur WiSo-Fakultät der Universität zu Köln. Sie tritt an als Juniorprofessorin für Empirisch-Demokratische Theorie am Cologne Center for Comparative Politics (CCCP). Zukünftig wird sie außerdem den Exzellenzcluster ECONtribute unterstützen. Am Montag begrüßte Dekan Prof. Dr. Ulrich W. Thonemann Professor Basu im Namen der gesamten WiSo-Fakultät und überreichte ihr die Ernennungsurkunde.

Chitralekha Basu verfasste ihre Dissertation nach Abschluss ihres Studiums in Oxford und Cambridge und dem Promotionsstudium an der University of Rochester (NY). Erste Erfahrungen im Unterricht sammelte sie dort, vor allem durch die Leitung von Sommerkursen und Graduiertenseminaren. Zuletzt arbeitete Basu als Postdoc an der Universitat de Barcelona.

Ihre Forschung konzentriert sich auf die Beziehung zwischen politischen Parteien und der öffentlichen Meinung und deren Auswirkungen auf den Wahlprozess.Überdies untersucht sie die Entwicklung des Parteiensystems in historischen und zeitgenössischen Demokratien. Professor Basu konzentriert sich insbesondere auf die europäische und britische Politik. Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den James-B.-Christoph-Preis der British Politics Group, der von der American Political Science Association organisiert wurde.

Wir freuen uns, dass die WiSo-Fakultät Chitralekha Basu gewinnen konnte und wünschen ihr einen erfolgreichen Start.

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news-17666 Tue, 30 Jul 2019 16:50:05 +0200 Sanierung des WiSo-Gebäudes ab Oktober 2019 https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/sanierung-des-wiso-gebaeudes-ab-oktober-2019/ Alle Veränderungen im Arbeits- und Lehrbetrieb ab Oktober 2019 Liebe Nutzer*innen und Besucher*innen des WiSo-Gebäudes,
ab Oktober 2019 wird damit begonnen, das WiSo-Hochhaus und den Flachtrakt (Verbindung zum Universitäts-Hauptgebäude) zu sanieren. Der Umbau wird einige Veränderungen im Arbeits- und Lehrbetrieb mit sich bringen. Diese haben wir auf einer Website zusammengefasst, um Ihnen Überblick über die geplanten Maßnahmen und Veränderungen geben zu können.

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news-17633 Tue, 23 Jul 2019 16:14:37 +0200 Herzlich Willkommen liebe Erstsemester*innen! https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/herzlich-willkommen-liebe-erstsemesterinnen/ Alle Infos zum Studienstart Wir freuen uns sehr, dass Sie sich für ein Studium an der Wirtschafts-und Sozialwissenschaftlichen Fakultät (kurz: WiSo-Fakultät) entschieden haben. Sie erwartet ein spannendes Studium an einer der renommiertesten Fakultäten für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in einer attraktiven Stadt.
Alle wichtigen Infos zum Studienstart für WiSo-Erstis auf einen Blick stehen Ihnen auf unserer Website zur Verfügung. Hier finden Bachelorstudierende Informationen zu Vorkursen, Modulempfehlungen für das 1. Semester, einen Musterstundenplan und erklärende Video-Tutorials sowie weitere Tipps zum Studienstart für alle Studierenden. Das Programm zu den Master Welcome Days finden Sie hier.

Sollten Sie weitere Fragen rund um Ihr Studium haben, stehen Ihnen die Studienberater*Innen des WiSo Student Service Points zur Verfügung. Informieren Sie sich gerne über unser Beratungs- und Serviceangebot.

Sehen Sie hier, was Sie bei uns erwartet:

Bachelorstudium: https://www.youtube.com/watch?v=kawnbIZGFSI&feature=youtu.be

Masterstudium: https://www.youtube.com/watch?v=AFsItVNxUW0&feature=youtu.be

 

 

 

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news-17558 Wed, 03 Jul 2019 14:19:48 +0200 „Ethikbeirat HR-Tech“: Richtlinien für verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im HR-Management https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/ethikbeirat-hr-tech-richtlinien-fuer-verantwortungsvollen-einsatz-von-kuenstlicher-intelligenz-ki/ Prof. Dr. Bernd Irlenbusch hat als Mitglied des Gremiums entscheidend zur Definierung dieser Richtlinien beigetragen Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt der Gegenwart und Zukunft. Der Einsatz von Robotern und intelligenten Maschinen nimmt stetig zu. Um den Arbeitgebern und Betrieben den ethischen Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Personalarbeit zu erleichtern, hat der sogenannte „Ethikbeirat HR-Tech“ vergangene Woche einen Entwurf für Richtlinien für den verantwortungsvollen praxisorientierten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im HR-Management vorgestellt.

Prof. Dr. Bernd Irlenbusch vom Seminar für Business Administration, Corporate Development and Business Ethics hat als Mitglied des Gremiums entscheidend zur Definierung dieser Richtlinien beigetragen und den Diskurs um die Rahmenbedingungen für KI in der Personalarbeit in Deutschland maßgeblich geprägt. Die Richtlinien legen etwa den transparenten Einsatz von KI sowie deren Haftung und Verantwortung in der Personalarbeit fest. Außerdem soll sichergestellt werden, dass Menschen die Entscheidungskompetenz bei wichtigen Fragen im HR behalten.
 
Mehr Informationen finden Sie hier in der Pressemeldung des Ethikbeirats HR-Tech auf https://www.hkp.com/article/425 und im Artikel der F.A.Z. https://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/beruf/neuer-ethikbeirat-wenn-computer-bewerber-auswaehlen-16257834.html.

 

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news-17546 Tue, 02 Jul 2019 08:29:13 +0200 Wussten Sie schon, dass Versuchungen nachzugeben bestimmte Personen zufriedener macht als andere? https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/wussten-sie-schon-dass-versuchungen-nachzugeben-bestimmte-personen-zufriedener-macht-als-andere-1/ Neue Studie von Erik Hölzl, Michail Kokkoris und Carlos Alós-Ferrer veröffentlicht. Viele Entscheidungen im Alltag verlangen Selbstkontrolle. Soll man das leckere Dessert essen, obwohl man abnehmen will? Soll man ein schönes Kleidungsstück kaufen, obwohl man sparen will? In solchen Situationen steht man vor einer Versuchung, der man nachgeben oder widerstehen kann. Welche Entscheidung macht zufriedener? Und gibt es dabei systematische Unterschiede zwischen Personen? 
In einem kürzlich von ISS-Forscher Erik Hölzl mit seinen Kollegen Michail Kokkoris und Carlos Alós-Ferrer publizierten Artikel wurde die Zufriedenheit mit Entscheidungen untersucht, in denen einer Versuchung nachgegeben oder widerstanden wurde. Die Ergebnisse von 11 Studien mit insgesamt über 3000 Teilnehmer*innen zeigen, dass individuelle Unterschiede in der „Laienrationalität“ dabei eine wichtige Rolle spielen. Laienrationalität beschreibt die Tendenz, sich bei Entscheidungen primär auf Begründungen zu stützen und weniger auf Gefühle. Bei Entscheidungen, in denen einer Versuchung widerstanden wurde, zeigten sich Personen mit hoher Laienrationalität zufriedener als Personen mit niedriger Laienrationalität. Bei Entscheidungen hingegen, in denen einer Versuchung nachgegeben wurde, zeigten sich Personen mit niedriger Laienrationalität zufriedener als Personen mit hoher Laienrationalität. Dieser Effekt wurde durch wahrgenommene Authentizität vermittelt, also das Gefühl, dem „wahren Ich“ entsprechend zu handeln. Die Ergebnisse zeigen, dass Selbstkontrolle und Verzicht nicht immer zu mehr Zufriedenheit mit einer Entscheidung führt, sondern dass es darauf ankommt, was eine Person als legitime Grundlage für ihre Entscheidungen sieht.
 

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news-17535 Fri, 28 Jun 2019 12:00:23 +0200 WiSo Slogan Contest https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/wiso-slogan-contest/ Machen Sie mit! Im Zuge der Aktualisierung von Mission und Vision der WiSo Fakultät soll auch ein neuer Slogan für die WiSo-Fakultät entwickelt werden. Bei der Findung des neuen Slogans sind alle eingeladen, die einen Bezug zur WiSo-Fakultät haben. Erfahren Sie mehr zum Ablauf der Abstimmung und reichen Sie eigene Vorschläge für einen Slogan ein, mit dem wir uns als WiSo nach innen und nach außen hin präsentieren können: www.wiso-slogan.uni-koeln.de

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news-17240 Mon, 08 Apr 2019 09:17:46 +0200 Klassenunterschiede und Populismus: Journalist Michael Seemann eröffnet Vortragsreihe https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/klassenunterschiede-und-populismus-journalist-michael-seemann-eroeffnet-vortragsreihe/ Fortführung der Debatten-Reihe „Wahrheit, Populismus, Internet“ Menschen, die im Privaten der Globalisierung positiv gegenüberstehen, erleben Populismus anders. Das ist eine Kernthese des Medienwissenschaftlers, Bloggers und Journalisten Michael Seemann über die „Globale Klasse“, über die er am 11. April in der öffentlichen Debatten-Reihe „Wahrheit, Populismus, Internet – Recht und Regulierung im digitalen Zeitalter“ sprechen wird. Die Presse sowie alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zur Veranstaltungsreihe eingeladen.

 

 

 

Termin:
Donnerstag, 11. April 2019, 18:00 Uhr
„Die Globale Klasse: Impuls-Vortrag von Michael Seemann in der Reihe Wahrheit, Populismus, Internet“
Universität zu Köln, Hörsaalgebäude, Hörsaal D, Universitätsstr. 35, 50923 Köln

„Recht und Regulierung im digitalen Zeitalter“ im Sommersemester 2019 ist die Fortsetzung der Reihe „Fake News und Macht im digitalen Zeitalter“, die im letzten Semester sehr erfolgreich angelaufen war und im WDR3, dem Kulturpartner der Universitäts- und Stadtbibliothek, übertragen wurde. So drehen sich die Veranstaltungen nun um die Konstellationen neuer populistischer Kommunikation und der Frage nach Regulierung, Regulierbarkeit, Regulierungsbedarf und Überregulierung im Internet.

Weitere Termine:
Montag, 13. Mai 2019, 18:00 Uhr
„Rattenfänger, Lügner, Demokraten? Populistische Kommunikation in neuesten Medien (Podiumsdiskussion)“
Universität zu Köln, Seminargebäude, Tagungsraum im Erdgeschoss, Universitätsstr. 37, 50923 Köln

Montag, 1. Juli 2019, 18:00 Uhr
„Regeln für Facebook & Co? Gesetze, Konventionen und Bedingungen für die neue Mediengesellschaft (Podiumsdiskussion)“
Universität zu Köln, Seminargebäude, Tagungsraum im Erdgeschoss, Universitätsstr. 37, 50923 Köln

Die Reihe wird gemeinsam von der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, dem Institut für Medienkultur und Theater, dem Center for Data and Simulation Science, dem Institut für Digital Humanities und dem Dezernat für Kommunikation und Marketing der Universität zu Köln veranstaltet. Initiatoren sind der Medienkulturwissenschaftler Professor Dr. Stephan Packard und Bibliotheksdirektor Dr. Hubertus Neuhausen.

Stephan Packard sagt: „In der Angst vor populistischen Bewegungen und technisch verbreiteter Desinformation, aber auch vor Überwachung, Hate Speech und Gewaltandrohungen sowie vor Verletzungen von Privatsphären, Persönlichkeitsrechten und geistigem Eigentum wird eine dreifache Sorge laut: Dass im Internet ein rechtsfreier Raum entstehe, der nicht mehr gesetzlich zu regulieren sei; dass andererseits und im Gegenteil ein überregulierter Raum entstehe, in denen Gesetzgeber Meinungsfreiheit, Briefgeheimnis und andere Grundrechte nicht mehr achten; oder aber dass der digitale Raum unter den Einfluss neuer Mächte fallen könnte, die aus kommerziellen oder politischen Interessen das Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer gegen deren Willen und vielleicht ohne ihr Wissen regulieren.“ Über diese Ängste soll es in der Veranstaltungsreihe gehen.

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news-17124 Wed, 13 Mar 2019 14:00:28 +0100 Versorgungsketten nach einem Brexit: Teurere Produkte und Lieferverzögerung drohen https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/versorgungsketten-nach-einem-brexit-teurere-produkte-und-lieferverzoegerung-drohen/ Interview mit Andreas Fügener Ein No-Deal Brexit, also ein Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, rückt näher.

Wie sich das auf die Lieferkette von Produkten auswirken kann, erklärt Jun-Prof. Dr. Andreas Fügener, Supply Chain Management-Experte an der Universität zu Köln, im folgenden Gespräch:

Presseinformation der Universität zu Köln vom 13. 3. 2019

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news-17020 Mon, 18 Feb 2019 16:51:42 +0100 Stipendium für einen Studenten der WiSo-Fakultät https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/stipendium-fuer-einen-studenten-der-wiso-fakultaet/ Jürgen Manchot Stiftung fördert praxisnahes Promotionsvorhaben Sidney Block, Masterstudent im Studiengang Corporate Development, erhält für mindestens zwei Jahre ein Promotionsstipendium von der Jürgen Manchot Stiftung aus Düsseldorf. In seiner Promotion an der Professur für Strategy von Prof. Dr. Matthias Heinz will sich Herr Block in mehreren Projekten mit den kausalen Effekten von Managementpraktiken in Unternehmen auseinandersetzen. In einem großangelegten Forschungsprojekt plant Herr Block zum Beispiel mit Daten von mehreren Einzelhandelsketten zu testen, ob Mystery Shopping eine gute Methode zur Messung von Servicequalität und der finanziellen Leistungsfähigkeit ist.

Wir danken der Jürgen Manchot Stiftung herzlich für die finanzielle Förderung des Promotionsvorhabens unseres Kölner Studierenden und wünschen Herrn Block viel Erfolg bei seiner Promotion an der Professur für Strategy!

 

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news-16976 Fri, 08 Feb 2019 10:11:37 +0100 Soziologischer Aschermittwoch https://www.wiso.uni-koeln.de/aktuelles-und-neuigkeiten/news-einzelansicht/soziologischer-aschermittwoch/ Mit Hartmut Esser, Thomas Hinz, Stefan Hirschauer, Stephan Lessenich und Monika Wohlrab-Sahr Vor 100 Jahren wurde in Köln das erste Forschungsinstitut für Sozialwissenschaften in Deutschland gegründet. Neben einer Reihe anderer Veranstaltungen zum 100jährigen Jubiläum findet aus diesem Anlass am 6. März 2019 der erste „soziologische Aschermittwoch“ statt. Bezugspunkt dieser öffentlichen Diskussionsveranstaltung ist die aktuelle Auseinandersetzung um die zukünftige Ausrichtung der Soziologie und den Umgang mit der dieses Fach kennzeichnenden Vielfalt an Ansätzen, Methoden und Wissenschaftsverständnissen.

Wie kritisch kann und soll die Soziologie sein?
Hintergrund ist die Gründung der sog. „Akademie für Soziologie“, die teilweise als Konkurrenz zur „Deutschen Gesellschaft für Soziologie“ wahrgenommen wird. Dabei wird gerade das Verhältnis von empirisch-analytischer Soziologie – die häufig als Kern der sog. „Kölner Schule“ angesehen wird – zu anderen Ansätzen kontrovers diskutiert: Wie kritisch oder wertneutral kann und soll die Soziologie sein? Wie positioniert sie sich im Verhältnis zu Nachbardisziplinen? Welche methodischen Standards sind einzuhalten und wie kann die Soziologie der lauter werdenden gesellschaftlich-politischen Polemik gegenüber wissenschaftlicher Erkenntnis entgegentreten?

Der von Professor Clemens Kroneberg (Institut für Soziologie und Sozialpsychologie) und der Hochschulgruppe Sozialwissenschaften organisierte „soziologische Aschermittwoch“ soll diese Diskussion in Köln gerade auch für Studierende sichtbar machen. Hierzu kommen am 6. März 2019 zentrale Figuren dieser Diskussion und bekannte Fachvertreter*innen nach Köln.

Referent*innen
Den Anfang machen zwei Impulsvorträge von Thomas Hinz (Konstanz) und Stephan Lessenich (München), die anhand konkreter Beispiele veranschaulichen werden, was Soziologie ihrer Ansicht nach (nicht) leisten kann und sollte. Daran an schließt eine 90minütige Podiumsdiskussion, an der neben den beiden Referenten Hartmut Esser (Mannheim), Stefan Hirschauer (Mainz) und Monika Wohlrab-Sahr (Leipzig) teilnehmen werden. Auch für das Publikum besteht die Möglichkeit sich in die Diskussion einzubringen. Der soziologische Aschermittwoch ist einem offenen, kontroversen Austausch verpflichtet und wird im besten Fall sowohl lehrreich als auch unterhaltsam sein.

Hinweis:
Bitte registrieren Sie sich vorab kostenlos für die Veranstaltung über die folgende Webseite: Eventbrite

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