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Exzellenzcluster ECONtribute: Märkte & Public Policy

Bund und Länder fördern an der Universität zu Köln vier Exzellenzcluster. Damit waren alle eingereichten Anträge erfolgreich. „Wir sind überglücklich, dass die Universität zu Köln mit vier hervorragenden Projekten überzeugt hat“, sagt Professor Dr. Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln. Von den insgesamt 88 eingereichten Vollanträgen wählte die Exzellenzkommission insgesamt 57 Exzellenzcluster an 34 Universitäten zur Förderung aus. Die Förderung von mindestens zwei Exzellenzclustern bildet die Grundlage für das Bewerbungsverfahren um die Exzellenzuniversitäten, die im Sommer 2019 bekannt gegeben werden.

Wirtschaftswissenschaftlicher Exzellenzcluster ECONtribute

In dem neuen wirtschaftswissenschaftlichen Exzellenzcluster ECONtribute der Universität zu Köln und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn geht es um die Erforschung von Märkten im Spannungsfeld von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft („Public Policy“). Das Ziel der am Cluster beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist die Erforschung von Märkten und die Entwicklung eines neuen Paradigmas zur Analyse von Marktversagen, das über die traditionellen Ansätze hinausgeht und den aktuellen politischen, sozialen und technologischen Herausforderungen Rechnung trägt.

Gesamtgesellschaftliche Anliegen wie Fairness, soziale Mobilität und die Übernahme sozialer Verantwortung sollen bei der Marktgestaltung Berücksichtigung finden. Diese Ziele sollen in systematischer Weise in die Analyse von Anreizen, Marktmechanismen und politischen Entscheidungsverfahren integriert werden.

Stimmen zur Förderung des Exzellenzclusters

Prof. Dr. Felix Bierbrauer

Wir sind hocherfreut über die Förderzusage. Wir möchten mit ECONtribute eine neue, umfassende Perspektive auf Märkte wagen. Ob globale Finanzkrisen, Regulierungserfordernisse der digitalen Märkte oder sich verfestigende Ungleichheit - traditionelle Perspektiven stoßen hier an ihre Grenzen. Mit ECONtribute werden wir nicht nur Erkenntnisse aus der Ökonomie nutzen und weiterentwickeln, sondern auch Politikwissenschaft, Psychologie und Rechtswissenschaft miteinbeziehen.

Prof. Dr. Felix Bierbrauer, designierter Clustersprecher ECONtribute, WiSo-Fakultät

Professorin Dr. Isabel Schnabel, designierte Clustersprecherin der Universität Bonn: „Wir werden in vielen Fällen neue Antworten auf die Frage geben, unter welchen Umständen Märke zu guten Ergebnisses führen und wann mehr politische Steuerung wünschenswert ist. Dabei suchen wir auch den Austausch mit der Politik und der Öffentlichkeit. Das ECONtribute Netzwerk soll eine ganz neue Form des Austauschs zwischen Spitzenforschung und Politik etablieren.“ Das Cluster ECONtribute begegnet den neuen Herausforderungen der Märkte unter dem Dach des im vergangenen Jahr durch beide Universitäten gegründeten Reinhard Selten Instituts. Es ist das einzige wirtschaftswissenschaftliche Cluster.

Weitere Informationen: https://selten.institute/econtribute/

Prof. Dr. Werner Mellis

Die Förderung unseres wirtschaftswissenschaftlichen Exzellenzclusters ECONtribute ist ein bedeutender Erfolg mit großer Strahlkraft. Wir freuen uns mit den Kolleginnen und Kollegen der Universität Bonn sehr über das erfolgreiche Abschneiden des gemeinsamen Clusters ECONtribute: Märkte & Public Policy. Ich möchte ganz herzlich allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, aber auch allen weiteren Beteiligten danken, die durch ihren engagierten Einsatz diesen Erfolg ermöglicht haben!

Prof. Dr. Werner Mellis, Dekan der WiSo-Fakultät der Universität zu Köln

Professor Dr. Frank Schulz-Nieswandt, Prodekan für Lehre, Studium und Studienreform an der WiSo-Fakultät der Universität zu Köln, betont, dass auch die Studierenden durch die Förderung des wirtschaftswissenschaftlichen Exzellenzclusters profitieren werden.

Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt

Es gehört zum Selbstverständnis der Fakultät, dass gute Lehre in sehr guter Forschung verankert sein muss. Denn eine Universität ist Ort forschenden Lernens im Austausch mit forschungsorientierter Lehre. Studierende dürfen stolz sein, an der WiSo-Fakultät zu lernen. Lernen ist nicht als Pauken, sondern handlungsorientiert zu verstehen. Denn es geht in der Universitätsbildung um die Kompetenzen, soziale Wirklichkeit verantwortungsvoll und werteorientiert zu gestalten. Dazu muss eine Fakultät sehr gut aufgestellt sein.

Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt, Prodekan für Lehre, Studium und Studienreform, WiSo-Fakultät