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Fakultätsbeauftragter für Ethik: Prof. Bernd Irlenbusch im Interview

"Wir müssen uns fragen, welche Werte wir den Absolvent*innen mit auf den Weg geben möchten."

Bernd Irlenbusch ist Professor an der WiSo-Fakultät der Universität zu Köln und leitet hier das Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Unternehmensentwicklung und Wirtschaftsethik. Seine Forschungsschwerpunkte sind die experimentelle Wirtschaftsforschung, Wirtschaftsethik, Organisation- und Personalökonomie. In der Sitzung der Engeren Fakultät im März 2017 ist Professor Irlenbusch zum Ethik-Beauftragten der WiSo-Fakultät der Universität zu Köln gewählt worden. Im Interview mit uns erläutert er seine Aufgaben als Fakultätsbeauftragter und die Ziele, die er in dieser Position anstrebt.


Herr Professor Irlenbusch, Sie sind seit März 2017 Fakultätsbeauftragter für Ethik an unserer Fakultät. Welche Aufgaben nehmen Sie als Fakultätsbeauftragter für Ethik wahr?

Als Fakultätsbeauftragter für Ethik ist es meine Aufgabe, ethische Aspekte in Forschung und Lehre an unserer Fakultät in den Blick zu nehmen und den Dekan in dieser Hinsicht zu beraten.

In welchen Fällen kann man sich beispielsweise an Sie wenden?

Studierende könnten sich zum Beispiel an mich wenden, wenn ihnen ethische Fragen bei den Studieninhalten zu kurz kommen. Dozentinnen und Dozenten berate ich gerne, wenn sie in ihren jeweiligen Fachveranstaltungen auch ethische Aspekte ansprechen und in die fachspezifischen Inhalte einbetten möchten.

Mir ist es wichtig, dass wir als Fakultät gemeinsam ein Absolventenprofil erarbeiten, welches auch in ethischer Perspektive stimmig ist. 

Prof. Dr. Bernd Irlenbusch

Welche Ziele verfolgen Sie als Fakultätsbeauftragter für Ethik? Was ist Ihnen besonders wichtig?

Mir ist es wichtig, dass wir als Fakultät gemeinsam ein Absolventenprofil erarbeiten, welches auch in ethischer Perspektive stimmig ist. Wir müssen uns fragen, welche Werte wir den Absolventinnen und Absolventen mit auf den Weg geben möchten. Schön wäre es, wenn unsere Absolventen nicht nur fachlich hervorragend ausgebildet werden, sondern in ihren Karrieren auch moralische Leitplanken bedenken.

Welche Herausforderungen sehen Sie?

Eine große Herausforderung sehe ich darin, dass ethische Probleme und Dilemmata auch in den einzelnen Fachveranstaltungen einen ihnen angemessenen Platz bekommen. Mir erscheint es zentral zu sein, dass auch die jeweiligen Fachvertreter in ihren jeweiligen Disziplinen da mittun, damit man eine durchgehende und nachhaltige Sensibilisierung der Studierenden für verantwortungsvolles Handeln etablieren kann.

 

Herr Irlenbusch, vielen Dank für das Interview!

(Die Fragen stellte Sarah Brender.)